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Enttäuscht vom Landesbergamt

Verärgerung Luft gemacht: Vereinschef Christian Albroscheit verfasste eine Beschwerde an das Bergamt.
Verärgerung Luft gemacht: Vereinschef Christian Albroscheit verfasste eine Beschwerde an das Bergamt. © Foto: Matthias Henke
Martin Risken / 22.09.2016, 04:00 Uhr
Marienthal (GZ) Mit 46 Unterschriften verleiht der Trottheide-Verein seiner Forderung nach Bereitstellung der seit fünf Monaten fälligen Dokumentation der jüngsten Untersuchungsergebnisse des Trottheide-Sees Ausdruck. Am 19. April hatten Mitarbeiter des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) Cottbus zusammen mit dem Dresdener Institutes für Wasser und und Boden (IWB) die Ergebnisse in Marienthal vorgestellt. Auch will der Verein Klarheit über die Verwendung der 100 000 Euro, die das brandenburgische Wirtschaftsministerium Ende 2015 für die wissenschaftliche Untersuchung der Trottheide zur Verfügung gestellt hatte. Unklar sei bis heute, ob das Geld allein dem IWB zugute kam, das mit der Untersuchung der Trottheide beauftragt wurde oder ob es noch Gelder für die weitere Kontrolle der mit gefährlichen Abfällen belasteten Tongrube gibt. In einer öffentlichen Beschwerde an den Präsidenten des Landesbergamtes, Hans-Georg Thiem, beklagt Vereinschef Christian Albroscheit das Aussitzen des Problems durch die Behörde. Mehrfache Anfragen des Vereins wurden zunächst mit der Erkrankung des zuständigen Hydrogeologen begründet. Dafür habe man zwar Verständnis. Aber trotzdem sei es verwunderlich, dass trotz der langen Krankheit kein Stellvertreter mit der Wahrnehmung der Amtsgeschäfte beauftragt worden sei. Auch Mitarbeiter der zuständigen Abteilung des Bergamtes reagierten nicht auf Anfragen des Vereins. Darüber sei er zutiefst enttäuscht, so Albroscheit.

Vor dem Hintergrund der jahrzehntelangen desaströsen Kontrollen in der Trottheide durch das LBGR und des dadurch mitverschuldeten Umweltskandals könne der Verein erst recht ein Bemühungen von den LBGR-Mitarbeitern erwarten, heißt es in der Beschwerde.

Auch will der Verein endlich Klarheit über die Grubensicherung durch den Eigentümer und die Ausweitung des Monitorings. Schließlich habe es im April bei der Vorstellung der Untersuchungsergebnisse geheißen, dass weitere Kontrollen unbedingt in der warmen Jahreszeit erfolgen müssten.

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