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Jeder Handgriff muss sitzen

Anja Rütenik / 26.09.2016, 06:20 Uhr
Hohenselchow (MOZ) Sieben Erwachsenen- und fünf Jugendteams traten am Sonnabend beim Verbandswettkampf der Freiwilligen und Jugendfeuerwehren in Hohenselchow gegeneinander an. Die beste Mannschaft darf im kommenden Jahr bei den Landesmeisterschaften antreten.

"Wasser marsch!", hallte es am Sonnabendvormittag über den Hohenselchower Sportplatz. Insgesamt acht Aktiven-Teams und fünf Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis traten beim diesjährigen Verbandswettkampf gegeneinander an. Dabei ging es um nichts geringeres als die Teilnahme am Landeswettbewerb im kommenden Jahr.

Bei den Aktiven waren sechs Männer- und vier Frauenmannschaften zum "Löschangriff nass" angetreten. Als Gastmannschaft waren in diesem Jahr die Kameraden aus Boitzenburg dabei.

Den Sieg nahmen schließlich die Teams aus Passow (Frauen) und die Gäste aus Boitzenburg (Männer) mit nach Hause. Die jeweils Erstplatzierten haben damit ihren Fahrschein zur Landesmeisterschaft 2017 gelöst. Da sich aber die Passower Damen schon im vergangenen Jahr für die Teilnahme qualifiziert haben, dürfen auch die Gartzer Feuerwehrfrauen mit zum Landesausscheid.

Obwohl die Rosower Männer keine Wertungszeit erzielen konnten, sind auch sie 2017 dabei: Die Mannschaft hat sich bereits beim Verbandswettkampf im vergangenen Jahr für die Teilnahme auf Landesebene qualifiziert.

In diesem Jahr hatten sich weniger Teams als üblich zu dem Ausscheid angemeldet. "Wir hätten uns schon etwas mehr Resonanz gewünscht", sagte Lutz Timm, Verbandsvorsitzender des Uckermärkischen Feuerwehrverbands Angermünde (UFV). Der UFV ist neben dem Feuerwehrverband des Landkreises Uckermark gleichberechtigter Partner der Feuerwehren im Landkreis Uckermark. Dem Verband gehören Feuerwehren aus den Ämtern Gartz (Oder), Gramzow, Oder-Welse und den Städten Angermünde und Schwedt an. Der Verband fungiert als Interessenvertreter der Feuerwehren.

Große Nachwuchsprobleme haben die Feuerwehren in der Uckermark indes nicht, sagt Lutz Timm. Aber: "Die Kinder und Jugendlichen sind sehr punktuell verteilt", so der Verbandschef. "Wir sind flächendeckend nicht sehr gut vertreten." Zukünftig müssten mehr Nachwuchs-Feuerwehrleute her, sonst sei es nicht mehr ausreichend.

Konnten Kinder früher ab 10 Jahre mit der Ausbildung beginnen, ist dies im Rahmen der Kids-Feuerwehr mittlerweile schon ab 6 Jahre möglich. Mit dem Trainingsstand der Nachwuchs-Feuerwehrleute ist Lutz Timm zufrieden. "Unsere Trainer leisten gute Arbeit", lobt er. In der Jugendarbeit müsse die Feuerwehr aufgrund der vielen Freizeitmöglichkeiten aber zunehmend Anreize bieten.

Mehr Informationen zum Verband unter www.ufvang.de

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