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Gute Botschaft für die Kirche

Die Unterlagen für die "Grüne Kirche" Kummerow sind dick: Pfarrer Jan Zalewski und Justus Werdin
Die Unterlagen für die "Grüne Kirche" Kummerow sind dick: Pfarrer Jan Zalewski und Justus Werdin © Foto: Stefan Csevi
Dietmar Rietz / 04.10.2016, 06:20 Uhr
Kummerow (MOZ) Mit einem deutsch-polnischen Gottesdienst und einer Kaffeetafel im Dorfgasthaus von Ortsvorsteherin Ilona Pahl feierte Kummerow am Wochenende Erntedank.

Pfarrer Justus Werdin überbrachte den Kummerowern in der Kirche persönlich die gute Botschaft, dass das Geld für die denkmalgerechte Sanierung der Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert genehmigt worden ist. Mit den 270 000 Euro sind drei Viertel aller Sanierungskosten gedeckt. Den Rest, so sagte Werdin später, werde man auch sichern. Er stellte in Aussicht, dass die Kirchensanierung rechtzeitig vor der 800-Jahr-Feier von Kummerow im Jahre 2018 beendet sein könnte.

An dem ökumenischen Erntedank-Gottesdienst nahm auch eine Delegation aus Chojna teil mit dem frisch angestellten Pfarrer Jan Zalewski. Dieser hatte das Projekt Grüne Kirche in Dänemark bei der dänisch-lutherischen Staatskirche kennengelernt und Justus Werdin davon überzeugt, es nicht nur auf polnischer Seite, sondern grenzübergreifend auch in der Uckermark zu erproben. Die Kirche in Kummerow ist dabei so etwas wie ein Pilotprojekt.

Werdin erläuterte den Kummerowern bei Kaffee und Kuchen später im Wirtshausaal, es gehe beim Projekt Grüne Kirche um ökologische Nachhaltigkeit. Die Landeskirche hat ein Umweltkonzept entwickelt. Es geht um Müllvermeidung und -trennung, um die Energie der Zukunft, um Klima und Boden. Und auch um das knapper werdende Wasser. Die Kirche gehört zu den größten Landeigentümern. Deshalb geht das neue Projekt auch weit über die eigentliche Kirchengemeinde Kummerow hinaus. Einbezogen werden im Ort neben den Einwohnern natürlich die Pächter des Kirchenlands.

Gibt es Anlass zum Erntedank bei den Kummerower Landwirten? Arno Schützler, Ackerbauer und Viehzüchter nannte die Ernte "erträglich", trotz der um fast ein Fünftel geringeren Hektarerträge bei Weizen. Dafür lief es beim Verkaufspreis für Bullenkälber deutlich besser. Auch Marcel Rückert von der Agrar Kunow hat Rückschläge wegen der Trockenheit hinnehmen müssen: "15 bis 20 Prozent sind weg. Die Ernte war mittelmäßig bis schlecht. Trotzdem haben wir genug gute Gründe, um Erntedank zu feiern."

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