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Uhrenfest mit Alphornklängen

Seltene Klänge: Das "Alphornett" aus Berlin gratuliert dem Förderverein zum Uhrenfest in der Cöthener Kirche mit einem musikalischen Blumenstrauß
Seltene Klänge: Das "Alphornett" aus Berlin gratuliert dem Förderverein zum Uhrenfest in der Cöthener Kirche mit einem musikalischen Blumenstrauß © Foto: Heike Jänicke
Heike Jänicke / 16.10.2016, 22:33 Uhr
Cöthen (MOZ) Mit einem Fest hat der Förderverein Cöthener Kirche am Sonnabend die neue Kirchturmuhr in Betrieb genommen. 12 700 Euro hatte die Neuanschaffung insgesamt gekostet.

Es ist 14 Uhr, als die Uhr zum ersten Mal schlägt - zweimal ist ihr schöner Klang zu hören. Besondere Klänge dringen im Anschluss auch aus dem Inneren der Schinkel-Kirche. Keine Orgelmusik, wie man es an diesem Ort vermuten könnte, sondern Alphornklänge, musiziert vom "Alphornett" aus Berlin-Pankow. Das Publikum findet die Musik gut. Beim "Talkirchdorfer Alphornwalzer" beginnt der eine oder andere gar leicht an zu schunkeln.

Es herrscht gute Laune in der für zirka 500 000 Euro sanierten Kirche. Die Kirchturmuhr, die in den bisherigen Sanierungsetappen immer unberücksichtigt blieb, ist nun eine neue. Eine moderne, funkgesteuert, mit vier kleinen Motoren, die das Zeigerwerk antreiben, und einem geschmiedeten Hammer. Es sei ein Abenteuer gewesen, das alte Ziffernblatt zu fotografieren, auszumessen und jemanden zu finden, der ein solches nachbauen könne, erinnert am Sonnabend Karen Schulz, Mitglied im Förderverein und Gemeindekirchenrat. Die Firma Glocken-Schmidt aus Berlin brachte das Kunststück schließlich fertig, baute das Ziffernblatt nach und das Uhrenwerk ein. Nun schlägt sie wieder, nach mehr als 80 Jahren, zur vollen Stunde und zum Gottesdienst, der alle zwei Wochen um 18 Uhr stattfindet.

Möglich wurde die Neuanschaffung dank zahlreicher Spenden. Ohne Namen zu nennen dankt Fördervereinsvorsitzende Marlies Sydow allen, die zum Gelingen beigetragen haben. An privaten Spenden gingen 2000 Euro ein. Der Landkreis gab 3000 dazu. 7000 Euro finanzierte der Verein selbst. 1000 Euro steuerte der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg bei. "Wir freuen uns, wenn Kirchen soweit restauriert sind, dass wieder Gottesdienste und andere Veranstaltungen stattfinden können", gratuliert Uwe Donath. Schon dreimal habe der Förderkreis Mittel für die Cöthener Kirche bereitgestellt. Dass die Mitglieder nochmals die Finanzspritze aufgezogen haben, sei, so Donath, eine Anerkennung für das Engagement des Vereins.

Auch Falkenbergs Ortsvorsteherin Karin Fritsche dankt den Cöthenern und überreicht dem Verein 50 Euro von der Gemeinde und 50 Euro als private Spende - als Anreiz für neue Projekte. An Ideen mangelt es nicht, wie Marlies Sydow wissen lässt. Für das Kirchenkino werden noch Jalousien zum Abdunkeln benötigt. "Das sind die ersten 100 Euro dafür", freut sich die Vereinsvorsitzende und lädt im Anschluss zu Kaffee und Kuchen ein.

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