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Ein Weltmeister auf dem Dorfe

Freunde, Geschäftspartner, kulinarische Brüder im Geiste: Hendrik Schmidtsdorf (links) und Christian Haferkorn
Freunde, Geschäftspartner, kulinarische Brüder im Geiste: Hendrik Schmidtsdorf (links) und Christian Haferkorn © Foto: MZV
Robby Kupfer / 19.10.2016, 07:00 Uhr - Aktualisiert 19.10.2016, 16:37
Hohenbruch (OGA) Für Christian Haferkorn könnten die Tage momentan kaum turbulenter sein. Der 30-jährige Spitzenkoch steht kurz vor der Eröffnung seiner eigenen Kochschule in Hohenbruch, nimmt aber in dieser Woche schnell noch mit der Nationalmannschaft der Köche an der Weltmeisterschaft in Erfurt teil.

Kurz vor der Abreise nach Thüringen, wo er sich erneut mit den besten Kollegen der Welt misst, präsentiert er nicht ohne Stolz seine Kochschule Werk 2 am Kirchring in Hohenbruch. "Werk 1 war die heimische Küche im Elternhaus gleich hier um die Ecke", erklärt Haferkorn den ungewöhnlichen Namen. "Und als ich Anfang des Jahres anfing, das leerstehende Gemeindehaus zur Kochschule umzubauen, meinten Freunde, "das wird jetzt dein Werk 2".

Wenn alles klappt, dürfte es ein Lebenswerk werden. Denn Christian Haferkorn hat ambitionierte Pläne. Catering, Koch- und Grillkurse, Eventlocation und Genussfabrik - all das will er in den professionell und mit viel Liebe fürs Detail gestalteten Räumen seiner Kochschule unterbringen. In der hochmodernen, flexiblen Edelstahl-Küche können individuelle Kochkurse oder ein klassisches Catering für bis zu 500 Personen umgesetzt werden. Im mehr als 100 Jahre alten Gastraum, der viel Landhausflair ausstrahlt und von einer Tafel für bis zu 30 Gäste dominiert wird, sind bereits Weihnachts- und Hochzeitsfeiern geplant - von Hohenbrucher Familien wie Berliner Firmen gleichermaßen.

Seine kulinarische Philosophie teilt der Weltmeisterkoch, der 2008 diesen Titel mit der Jugendnationalmannschaft errang, mit seinem Partner, Hendrik Schmidtsdorf. "Wir wollen eine moderne Landhausküche anbieten, die auf beste und vorrangig regionale Zutaten setzt", betont Haferkorn. Und Schmidtsdorf ergänzt: "Kochen lernen bei kreativen Querdenkern, und das Ganze mit viel Begeisterung und auf dem Dorfe, so stellen wir uns unsere Kochschule vor".

Dass die Adresse der Genussfabrik nicht das hippe Berlin, sondern das bodenständige Hohenbruch ist, sehen die beiden Spitzenköche eher als Vorteil an. "Wir haben die frischesten Zutaten direkt vor der Tür", so Schmidtsdorf. Das gilt beim Wild ganz besonders. Denn Haferkorn ist nicht nur Chefkoch im Hotel und Spa Sommerfeld und nun auch Betreiber einer Kochschule, sondern er ist auch noch Jäger mit einem 1 400 Hektar großen Revier rund um Sommerfeld. Und weil die Qualität des von ihm geschossenen und weltmeisterlich verarbeiteten Wilds außer Frage steht, soll im nächsten Jahr in Hohenbruch auch noch ein Wildhandel dazu kommen. Das Lammfleisch stammt übrigens von einer eigenen, vor den Toren Hohenbruchs weidenden Schafherde. Und das Kalbsfleisch bezieht man von HafleG aus Hakenberg. Für nahezu alle vegetarischen Genüsse ist Rixmanns Hof in Linum verantwortlich. "Von dort bekommen wir immer wieder neue oder auch ganz alte, wiederentdeckte Obst- und Gemüsesorten, die hervorragend in unsere Kochkurse passen", so Haferkorn. Es ist daher auch sehr naheliegend, dass die ersten, im November und Dezember angebotenen Kurse auf saisonales Wild und Gemüse abheben. Am 3. November und 1. Dezember steht "Wild gegrillt - Spezialitäten aus dem Sommerfelder Revier" auf dem Programm, am 24. November heißt es im Werk 2 "Back to the Roots - zurück zu den Wurzeln".

Weitere Informationen, Angebote Buchungsmöglichkeiten sowie Preise finden sich im weltweiten Netz unter der Adresse www.Christian-Haferkorn.de.

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