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Dampfender Asphalt im Nieselregen

Kurz hinter der Bushaltestelle am Emilienhof: Bauleute der Firma Oevermann, darunter Robert Kuhring und Rafal Karpinski (von links), bringen auf der Straße von Falkenberg in Richtung Demnitzer Mühle die Binderschicht auf, die gleich fest gewalzt wird.
Kurz hinter der Bushaltestelle am Emilienhof: Bauleute der Firma Oevermann, darunter Robert Kuhring und Rafal Karpinski (von links), bringen auf der Straße von Falkenberg in Richtung Demnitzer Mühle die Binderschicht auf, die gleich fest gewalzt wird. © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam / 26.10.2016, 06:08 Uhr
Falkenberg (MOZ) Die Straße zwischen dem Abzweig Demnitzer Mühle und dem Ortseingang von Falkenberg ist seit Montag eine Baustelle: Unter Vollsperrung wird hier auf knapp einem Kilometer Länge mit schwerem Gerät die Fahrbahndecke erneuert.

Für viele Falkenberger mag die Situation gerade wie Urlaub sein. Wo sich sonst reger Verkehr durch den kleinen Ort drängelt - und bei Unfällen auf der A12 auch gern mal staut - herrscht derzeit idyllische Ruhe. Die vielen Fahrzeuge auf der L 38 hatte dem mehr als 30 Jahre alten Asphalt zugesetzt, der im Sommer sogar anfing "zu schwitzen" und in Brocken ausbrach. Die Straßenmeisterei musste etliche Teile flicken.

Das soll mit der Sanierung nun vorbei sein. Weiträumig wird der Verkehr über die B5 und Steinhöfel umgeleitet. Was nun durch Falkenberg rollt, sind vorrangig Zulieferer-Lastwagen für den Straßenbau. Der ist am Ortsausgang von Falkenberg in Richtung Berkenbrück schon in vollem Gange. Die Fahrbahn auf der L 38 war am Montag teilweise abgefräst worden, wurde angespritzt und gehört auf der geraden Strecke bis zur Waldkante nun den Bauleuten.

Davon waren am Dienstag gleich mehrere mit schwerer Technik im Einsatz. Allesamt gehörten zur Firma Oevermann, die im Auftrag des Landesbetriebs Straßenwesen die marode Straße - Breite: 5,90 bis 6,10 Meter - auf gut 940 Meter Länge saniert. Die Fahrbahn in Richtung Demnitzer Mühle ist am Vormittag bereits mit einer gut acht Zentimeter neuen Binderschicht versehen.

Langsam zuckelt dafür ein Fertiger auf der linken Seite entlang, spuckt Bindeschicht, bestehend aus Asphalt-Bitumen, Geröllsteinchen und Kleber auf die Straße. Langsam fällt es dampfend aus der Maschine, wird genau bis auf Kante in der Fahrspur aufgebracht. Während im Führerhaus Andreas Barnack den Fertiger ruhig fährt, laufen daneben gleichzeitig Rafal Karpinski und Robert Kuhring an den Seiten mit, kontrollieren in ihren Displays die Richtung und Höhe. Immerhin ist die Fahrbahn besonders an den Kanten regelrecht rund und ausgefahren und muss nun auf eine Höhe gebracht werden.

Im Nieselregen sind sie unterwegs, stören sich daran nicht. Immer wieder hupt es, setzt ein neuer Lastwagen voller Gemisch vor dem Fertiger an. "Mehr als 600 Tonnen werden alleine für die erste Schicht verbaut", erklärt Kuhring. Ziel war es am Dienstag, nicht nur die eine Seite bis kurz vor der Kurve am Waldrand zu schaffen, sondern auch die zweite Fahrbahnseite bis zum Ortseingang Falkenberg zurück. "Noch liegen wir gut im Zeitplan", heißt es von den Bauleuten. Zumal hinter dem Fertiger zwei Walzen ständig die aufgebrachte Masse verdichten. Am heutigen Mittwoch soll bereits die vier Zentimeter hohe Asphalt-Deckschicht gezogen werden, ebenfalls Spur für Spur. Danach werde noch an den Banketten gearbeitet und Fahrbahn-Markierung aufgebracht. Der Landesbetrieb Straßenwesen, als Auftraggeber, geht davon aus, dass die Straße spätestens am Sonntag wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.

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