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Giesensdorfer Kirche wird im Ehrenamt aufgebaut

Im sanierten Kirchenraum: Horst Wilde (links) und Pfarrer Kai-Uwe Folgner-Buchheister
Im sanierten Kirchenraum: Horst Wilde (links) und Pfarrer Kai-Uwe Folgner-Buchheister © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Annika Bischof / 27.10.2016, 07:30 Uhr
Giesensdorf (MOZ) Wie viele Arbeitsstunden die Giesensdorfer in ihre Dorfkirche seit April dieses Jahres gesteckt haben, kann der Kirchenälteste Horst Wilde nicht sagen. "Wir identifizieren uns mit der Kirche", erklärt er bei einer Begehung vorweg. Er ist stolz darauf, dass die zehn- bis 15-köpfige Gruppe so viel geschafft hat. Immer nach Feierabend versammeln sich die Handwerker des Dorfes, um den Putz der Außenfassade abzuschlagen, ihn wieder neu nach denkmalschutzrechtlichen Vorgaben aufzutragen und die Wände des Innenraums auszubessern sowie inklusive der Decke neu zu streichen - alles ehrenamtlich. "Eigentlich sollte hier anfangs nur ein kosmetischer Eingriff erfolgen", blickt Pfarrer Kai-Uwe Folgner-Buchheister zurück. Doch daraus entwickelte sich schnell der Anspruch, dass man "wenn, dann alles richtig machen wollte", ergänzt der Giesensdorfer Wilde.

Rund 30 000Euro kostet die Sanierung der Kirche, die je zur Hälfte vom Kirchenkreis und der Kirchengemeinde finanziert wird. Eine Ausbesserung des Daches und des Turms wurde bereits vor zehn Jahren vorgenommen, berichtet Pfarrer Folgner-Buchheister. Anlass für die zügig vorangehende Sanierung ist das 300. Jubiläum des Gotteshauses im kommenden Jahr. Bis dahin wollen die Giesensdorfer mit handwerklichen Arbeiten im Außen- und Innenbereich fertig sein. "Dass die Kanzel und das Taufbecken bis dahin fertig sind, ist noch unklar", fügt der Pfarrer hinzu. Denn diese stehen derzeit in Folie gehüllt im Innenraum der Kirche und sollen von Künstler und Restaurator Rostyslav Voronko wieder aufgearbeitet werden. "Vielleicht befinden sich unter dem jetzigen Anstrich auch noch Zeichnungen wie in Kossenblatt und Tauche", mutmaßt Folgner-Buchheister.

Als Vorlage für die Gestaltung der Kirche dienen den Giesensdorfern alte Postkarten und Bilder, die Wilde zusammengetragen hat. "An der Wand gen Osten sollen auch wieder die zwei Psalme von damals stehen", wünscht sich der 61-Jährige.

Bis Weihnachten wollen die Giesensdorfer mit dem Gros der Innenarbeiten fertig sein, damit der erste Gottesdienst im verschönerten Antlitz ihrer Kirche wieder stattfinden kann.

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