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Neuer Anlauf auf den Rathaus-Sessel

Von Hohenbruch in die Ackerbürgerstadt: Arthur Förster möchte Bürgermeister für alle Kremmener werden.
Von Hohenbruch in die Ackerbürgerstadt: Arthur Förster möchte Bürgermeister für alle Kremmener werden. © Foto: MZV
Robby Kupfer / 28.10.2016, 04:00 Uhr
Hohenbruch (OGA) In Sachen Bürgermeisterwahlkampf ist Arthur Förster quasi Wiederholungstäter. Bereits 2008 trat der Hohenbrucher Ortsvorsteher zur Abstimmung für den Chefposten im Kremmener Rathaus an. Er verlor erst in der Stichwahl, und das auch nur denkbar knapp. Nun versucht Arthur Förster es am 6. November erneut.

"Damals haben ja nur ein paar Stimmen gefehlt", erinnert Förster an die Stichwahl gegen Amtsinhaber Klaus-Jürgen Sasse (SPD), die mit 49 zu 51 Prozent zu seinen Ungunsten ausging. "Aber dieses Ergebnis hat mir viel Mut gemacht und macht es heute, für die aktuell anstehende Wahl, immer noch", so der mittlerweile 64-Jährige.

Ins Bürgermeister-Rennen geht Förster für die Unabhängige Wählergemeinschaft/Landwirtschaft, Gartenbau, Umwelt (UWG/LGU). Entstanden aus einem Zusammenschluss mehrerer freier Wählergemeinschaften, ist Förster seit 2008 auch Fraktionsvorsitzender der UWG/LGU in der Kremmener Stadtverordnetenversammlung. Doch Kommunalpolitik betreibt der zweifache Vater und zweifache Großvater schon viel länger. "Seit 1974 bin ich Gemeindevertreter hier in Hohenbruch, war vor dem Zusammenschluss mit Kremmen auch schon stellvertretender Ortsbürgermeister. Und als Ortsvorsteher für rund 700 Hohenbrucher weiß ich genau, worauf es in der Kommunalpolitik ankommt. Nämlich auf das Zuhören, auf das Ernstnehmen der Sorgen der Leute und auf das Anpacken", fasst Förster seinen Arbeitsstil zusammen.

Mit Hohenbruch ist der gelernte Schiffsbetriebsschlosser seit mehr als einem halben Jahrhundert verbunden. 1951 in Groß-Ziethen geboren, zog er 1958 nach Hohenbruch, besuchte hier auch die Grundschule. Nach dem Abschluss der zehnten Klasse in Sachsenhausen und der Lehre an der Malzer Werft folgte 1974 der Meisterabschluss im Maschinenbau und später die Qualifikation als Lehrmeister. Beim KFL in Oranienburg, wo Förster in den 1980er- Jahren arbeitete, war er Chef von 30  Mitarbeitern. "Ich konnte schon immer gut mit Menschen, deswegen traue ich mir den Job als Bürgermeister auch zu", betont Förster selbstbewusst. Seit 2006 führt er die familieneigene Schlosserei, in der auch sein Sohn mitarbeitet, der die Firma im Falle eines Wahlsieges vom Vater übernehmen würde.

Gefragt nach der Motivation für das angestrebte Amt im Rathaus und damit für einen Rund-um-die-Uhr-Job mit durchaus hohem Stressfaktor, antwortet Arthur Förster wie aus der Pistole geschossen: "Es hat mir schon immer Spaß gemacht, etwas zu entwickeln, Dinge voranzubringen." Den Flyer mit seinem Wahlprogramm schmückt denn auch ein diesbezüglicher Goethe-Spruch: "Erfolg hat drei Buchstaben - TUN".

Inhaltlich steht der Vorsitzende der UWG/LGU-Fraktion vor allem für Themen wie den Ausbau der Infrastruktur und das forcierte Schaffen von Bauland, sowohl durch die Ausweisung neuer Bebauungsgebiete als auch durch verstärktes Genehmigen von Bauen in der zweiten Reihe. Aber auch der Ausbau des sanften Tourismus steht auf seiner Agenda: "Hier hat Kremmen im Vergleich zu vielen anderen Kommunen noch immensen Nachholebedarf".

Sollte er als Bürgermeister gewählt werden, ist ihm aber eines ganz besonders wichtig: "Wir müssen es schaffen, endlich wieder ein konstruktives Klima ins Stadtparlament zu bekommen". Der Zank und Streit, der oftmals die sachdienliche Arbeit überlagere, sei nicht nur schädlich für die Sache, sondern oft auch abschreckend für die Bürger. "Kremmen braucht jemanden auf dem Chefsessel, der wirklich unabhängig und nicht einer Partei verpflichtet ist".

Und auch für diese Herangehensweise hält sein Wahlkampf-Flyer einen klugen Spruch, diesmal von Henry Ford, bereit: "Das Geheimnis des Erfolges ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen."

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