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Rüdiger Samain verlangt Aufklärung über Baumfällungen im Frühjahr und holt sich dabei Hilfe

Felchower lässt nicht locker

Stamm des Anstoßes: Rüdiger Samain führte Kirsten Tackmann zum Rest der 100-jährigen Kastanie. Die Restwandstärke hätte für die nächsten 20 Jahre ausgereicht, meinte er.
Stamm des Anstoßes: Rüdiger Samain führte Kirsten Tackmann zum Rest der 100-jährigen Kastanie. Die Restwandstärke hätte für die nächsten 20 Jahre ausgereicht, meinte er. © Foto: MOZ/Kerstin Unger
Kerstin Unger / 31.10.2016, 07:15 Uhr
Felchow (MOZ) Über Baumpflegemaßnahmen in seinem Wohnort Mitte Mai beschwerte sich der Felchower Rüdiger Samain damals in der MOZ. Eine rund 100-jährige Kastanie wurde gefällt und eine Linde kurz vor der Blüte drastisch gestutzt. Aus Verkehrssicherungsgründen, hieß es aus dem Amt Oder-Welse. Der Entlastungsschnitt habe den Baum verstümmelt, schimpfte der Felchower und bat mehrere Fachleute, sich die Situation vor Ort anzuschauen.

Mitte September war Samain in der Gemeindevertretersitzung Schöneberg zu Gast, wo er sich in der Einwohnerfragestunde über die Behandlung durch Mitarbeiter des Amtes beschwerte. Er wollte Akteneinsicht haben und wissen, was das Baumgutachten aussagte. Ein Antrag, den er per E-Mail gestellt hatte, sei angeblich nicht eingegangen. Ende Juli wurde sein Antrag auf Akteneinsicht dann mit der Begründung abgelehnt, er sei ausreichend über das Gutachten informiert worden. Auf seinen Widerspruch, den er am 19. August einlegte, hatte er vier Wochen später noch keine Antwort.

In der Gemeindevertretersitzung erhielt Rüdiger Samain die Auskunft, dass das laufende Widerspruchsverfahren geprüft wird und in der Sitzung nichts zu suchen habe. Allerdings gab es dahingehend Zustimmung, dass der Bürgermeister und der Ortsvorsteher über Baumfällungen informiert werden sollten, was damals nicht geschah, und man besser kommunizieren sollte.

Rüdiger Samain nutzte Donnerstag den Besuch der Linken-Bundestagsabgeordneten Kirsten Tackmann in der Region zu einer Einladung nach Felchow. Die agrarpolitische Sprecherin, die auch Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Naturschutz ist, sah sich besagte Linde an, die man sicherlich hätte besser beschneiden können, wie sie meinte. Auch den Rest-Stumpf der gefällten Kastanie schaute sie an.

Entscheidungen über die Notwendigkeit von Fällungen müsse man Fachleuten überlassen, meinte Tackmann. Einen bundespolitischen Ansatzpunkt sah sie bei dieser Problematik nicht. Das Anliegen von Rüdiger Samain sei jedoch gerechtfertigt. Für seine Forderung, Ersatzpflanzungen dort vorzunehmen, wo gefällt wird, gebe es allerdings kein Gesetz. Den Wahlkreismitarbeiter der Landtagsabgeordneten Isabelle Vandre, Heiko Poppe aus Angermünde, bat sie, Samains Bemühungen um Akteneinsicht zu unterstützen.

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