Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Hasenfelder Orgel ist fertig restauriert

Freuen sich auf das Einweihungs-Konzert: Die Vereinsvorsitzende Hannegret Richter mit ihren Mitstreitern Hans Schneider und Christa Schultz (v.l.) vor der restaurierten Landow-Orgel.
Freuen sich auf das Einweihungs-Konzert: Die Vereinsvorsitzende Hannegret Richter mit ihren Mitstreitern Hans Schneider und Christa Schultz (v.l.) vor der restaurierten Landow-Orgel. © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam / 03.11.2016, 07:57 Uhr
Hasenfelde (MOZ) Mit einem festlichen Konzert und einer Andacht wird am Sonnabend die Einweihung der restaurierten Landow-Orgel von 1857 in der Kirche von Hasenfelde gefeiert. 13 Jahre lang hat dafür der Freundeskreis gekämpft, viele Veranstaltungen durchgeführt und Geld zusammengetragen.

Im Jahr 2003 hat sich der Freundeskreis Orgel Hasenfelde gegründet mit dem Ziel, die in den Dornröschenschlaf versetzte Orgel wieder zum Klingen zu bringen. Sieben Gründer waren es damals, heute sind es 18 Aktive, erklärt Hannegret Richter, die von Anfang an dabei war. Schließlich wurde die Orgel mit ihren 500 Pfeifen - Größe: Zwischen 1,5 Zentimeter und 2,50 Meter Länge - seit Kriegsende kaum noch gespielt, war von Vandalismus beeinträchtigt und seit Anfang der 1960er Jahre vollkommen verstummt. Teile wurden ausgebaut und in Heinersdorf verwendet.

Dass man die dortige Orgel und auch das große Instrument im Fürstenwalder Dom wieder sanierte, brachte Hannegret Richter und die Aktiven vom Freundeskreis auf die Idee, auch in der Hasenfelder Kirche, errichtet im 13. Jahrhundert, die einst von Karl-Friedrich Landow gebaute Orgel wieder zum Klingen zu bringen. Rege begann man mit Straßensammlungen, etlichen Veranstaltungen.

2007 gab es schon ein großes Erfolgserlebnis: Nach 43 Jahren erklang die Orgel erstmals wieder, wenn auch nur mit den ersten drei Registern. Danach wurde in mehreren Bauabschnitten die restlichen der elf Register durch Fachleute der Orgelbaufirma Sauer restauriert. Insgesamt wurden 113 333 Euro aufgebracht. "Wir haben es nicht nur geschafft, dafür die Mittel der Kirche und der öffentlichen Hand zusammen zu tragen, sondern auch Dreiviertel der Summe alleine zu erwirtschaften", sagt die Vereinsvorsitzende Hannegret Richter stolz und verweist auf 21 Hoffeste und 49 Veranstaltungen wie Lesungen und Konzerte. Viel Geld kam in den 13 Jahren aber auch von Privatspendern, sogar aus den USA.

Im Vorjahr wurde zusätzlich der Innenraum der Kirche saniert. Statt weiße Wände mit grünem Mauersockel gibt es jetzt wieder aufgemalte Steinquader wie einst um 1901. Auch der Verein hat sich breiter aufgestellt und heißt statt Freundeskreis Orgel nun Kultur-Kirche-Hasenfelde und hat weiterhin den Erhalt des Gotteshauses im Blick.

Stolz auf das Erreichte sind alle im Verein und wollen die Einweihung der restaurierten Orgel am Sonnabend mit vielen Gästen feiern. Um 15.30 Uhr gibt es ein Konzert mit Andacht. Die Orgel spielt der Fürstenwalder Kirchemusikdirektor Georg Popp, aber auch ein Berliner Chor wird auftreten, sowie Peter Blazeowski (Kontrabass) und Jörg Kinne (Oboe).

Danach gibt es noch Kaffee und Kuchen im Gutshaus. Der Eintritt zum Konzert ist frei, um Spenden wird weiterhin gebeten, schließlich will der Verein im nächsten Jahr noch die Bänke und Empore der Kirche neu streichen. Um die dafür benötigten 7000 Euro aufzubringen, wird es weiterhin viele Veranstaltungen mit Orgelmusik geben, kündigt der Freundeskreis an.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG