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Baurapport in der Hammer Kita

Hingucker: Der neu angelegte Spielplatz neben dem Kitagebäude ist bereits komplett fertig.
Hingucker: Der neu angelegte Spielplatz neben dem Kitagebäude ist bereits komplett fertig. © Foto: MZV/Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 10.11.2016, 05:40 Uhr
Hammer (GZ) Eine Kita direkt am See gelegen und mit eigenem Wasserlauf am Haus vorbei, das gibt's wirklich - und zwar in Hammer. Derzeit wird die Einrichtung saniert, aber die Arbeiten dauern länger als erwartet. Der Grund sind Feuchtigkeitsschäden, die erst während der Bauarbeiten zutage traten.

Doch nicht der Wasserlauf ist das eigentliche Problem, sagt Architekt Andreas Kistenmacher. "Das war früher einmal eine Wassermühle, und die Alten haben da schon richtig gute Arbeit geleistet, als sie das Gebäude errichtet haben. Die Außenwände mit den Feldsteinen sind dicht", so der Fachmann. Vielmehr handele es sich um Feuchtigkeitsschäden, die das Mauerwerk im Inneren des Gebäudes betrifft. Dort sei das Wasser sozusagen aus dem Boden nach oben in die Wände eingedrungen. "Es fehlte einfach eine Isolierung", so Kistenmacher. Deshalb habe er vorgeschlagen, diese im Zusammenhang mit den anstehenden Arbeiten gleich einziehen zu lassen - und zwar komplett. "Denn das war kein Problem in einzelnen Räumen, sondern im ganzen Haus", so Kistenmacher. Deshalb seien auch alle Räume saniert worden. Nach den eigentlichen Planungen wären zwei unangetastet geblieben.

Von Vorteil für die Kita ist, dass damit auch alle Schwellen verschwunden sind, die Einrichtung also barrierefrei ist. Die Kinder können sich zudem darauf freuen, auf dem Fußboden ohne Probleme spielen zu können, denn es wurde eine Fußbodenheizung eingebaut. Die Grundrisse blieben unverändert. Allerdings wurden die Türen so verändert, dass die Gruppenräume allein oder gemeinschaftlich genutzt werden können.

Der Nachteil ist die dadurch aufgetretene Bauverzögerung, denn eigentlich sollten die Kinder längst wieder in die Kita eingezogen sein. Ende Oktober war das geplant, derzeit werden sie in noch Liebenwalde betreut. "Aber wir sind sozusagen auf der Zielgeraden", so der Architekt. "Der Fußboden ist drin, nur der Linolium muss noch verlegt werden. Die Wände sind geputzt und gemalert, was noch fehlt, sind die Türen. Doch die ersten Zargen sind schon montiert. Auch die Akustikdecken sind eingezogen und werden künftig dafür sorgen, dass die Lautstärke reduziert wird. Zusätzlich zur normalen Beleuchtung wurde eine Notbeleuchtung installiert. Sie wird zum einen die Fluchtwege anzeigen und im Falle eines Stromausfalls für Licht im Dunkeln sorgen.

Klappt alles wie geplant, sollen die Arbeiten Ende des Monats beendet sein. Dann kann mit der Grundreinigung begonnen werden. Damit könnten die Kinder ab 5. Dezember wieder in die Kita "Kuhpanzwichtel" in Hammer betreut werden. Benannt wurde die Einrichtung nach dem an den Garten angrenzenden Kuhpanzsee. Der Wasserlauf am Haus verbindet den Kuhpanzsee mit dem Wutzsee.

Was noch fehlt, ist im Außenbereich vor dem Haupteingang der verglaste Windfang. Wo er entstehen wird, ist bereits zu erahnen. Der Sockel das Hauses wurde ebenso erneuert und abgedichtet. Die Gestaltung des Außenbereichs beim Haupteingang wird allerdings erst im kommenden Frühjahr erfolgen, so die Informationen von Bauamtleiter Hartmut Bein. "Das Geld dafür liegt aber bereit, denn bei dem Wetter ist kaum noch etwas zu machen." Insgesamt werden die Bauarbeiten die Stadt Liebenwalde rund 300 000 Euro kosten. "Natürlich sind die Kosten gestiegen, doch nicht überdimensional", sagt Bein und ergänzt: "Schön ist auch, dass der Zeitplan nicht komplett ausgeufert ist." Etwas mehr als einen Monat hat sich das Bauvorhaben verzögert.

Ein Blickfang hingegen ist der neue Spielplatz, der über eine Brücke über den kleinen Wasserlauf am Haus zu erreichen ist. Von einer Rollerbahn umgeben sind eine Nestschaukel, ein Sandkasten und eine Wippe. Ein Sonnensegel im hinteren Bereich wird künftig Schatten spenden, damit die Kinder auch im Sommer auf dem Areal toben und spielen können. Geeignet sind die Geräte für Kinder im Alter von einem bis zu sechs Jahren.

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