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Von Alkmene bis Roter Boskop

Uwe Stemmler / 14.11.2016, 06:21 Uhr
Beerfelde (MOZ) Das 13. Dorf- und Erntefest in Beerfelde ist längst Vergangenheit. Die Einwohner des Dorfes und viele Helfer haben aber am Sonnabend etwas dafür getan, dass ihre Urenkel noch eine Erinnerung an das Ereignis im September haben: Sie legten eine Obstbaumallee an.

Beerfeldes Ortsvorsteher Horst Wittig ist am Sonnabendvormittag, gegen 10 Uhr, sichtlich überrascht, und das gleich zweimal. Dass rund 70 Leute an diesem frostigen, diesigen Morgen am Rande von Beerfelde erscheinen, um Obstbäume zu Pflanzen - damit hat er nicht gerechnet. Und dann, bevor es an die Arbeit ging, überreicht ihm Lothar Korallus noch einen Gutschein für einen Rundflug über Beerfelde. Viele Einwohner hatten dafür einen Obolus gespendet. Das soll ein Dankeschön sein für Wittigs Idee, das Erntefest in den Ort zu holen. "Du hast uns viel Arbeit gemacht, aber auch viel Freude und immer wieder Mut bei der Vorbereitung", sagt Korallus. "Jetzt kannst du mal richtig in die Luft gehen", ruft jemand aus der Menge.

Dann geht es los. Ein Feldweg soll Obstbaumallee werden. "Wir hatten uns überlegt, was vom Fest übrigbleibt", erzählt Wittig noch. Es sollte etwas sein, das nachhaltig ist, einem guten Zweck dient und auch spätere Generationen an das Ereignis vom 10. September erinnern. So kam man darauf, 50 Obstbäume zu pflanzen. Den ersten brachte schon der Ministerpräsident, Dietmar Woidke, am Festtag selbst in den Boden am Anger. Nun folgen zur richtigen Pflanzzeit die anderen 49. Man fand dafür einen Feldweg am Dorfrand, er beginnt an der Ecke An der Alten Schäferei/Siedlerweg und gehört der Gemeinde. Die Landwirte, die die Felder links und rechts davon bewirtschaften, haben freundlich zugestimmt.

Vor allem Apfelbäume sollten es ein. Insgesamt 39 werden dem Alphabet nach angeordnet, von Alkmene bis Roter Boskop. Die Sorten hat "Apfelpapst" Hilmar Schwärzel vom Müncheberger Agrar-Forschungszentrum empfohlen. Dazwischen kommen fünf Birnen und fünf Kirschen. Bei der Alkmene gibt es für alle Pflanz-Tipps von Norfred Heidenreich, der beim Wasser- und Landschaftspflegeverband arbeitet. Dann verteilt sich die Schar, darunter auch Landrat Manfred Zalenga, der für das Buddeln seine Zigarre beiseite legt.

Nach einer knappen Stunde, gegen 11 Uhr, ist alles erledigt. Etwas zu schnell, denn so muss man auf den Wildschweinbraten warten, der für 11.30 Uhr, bestellt ist. Aber bei Kaffee, Tee und Glühwein, zubereitet von Monika Pooch und anderen Frauen des Ortes, lässt sich die Zeit gut vertreiben.

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