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Abbruch Sekunden vor Ultimo

Ungehalten Festgehaltener: Michael Schütt (am Ball) wehrte sich vor einer Woche gegen den Rheinsberger Alex Jaworek und nun auch in Dreetz gegen einen nicht anerkannten Treffer.
Ungehalten Festgehaltener: Michael Schütt (am Ball) wehrte sich vor einer Woche gegen den Rheinsberger Alex Jaworek und nun auch in Dreetz gegen einen nicht anerkannten Treffer. © Foto: MZV
Stephan Ellfeldt / 15.11.2016, 19:07 Uhr
Dreetz (RA) Der Dabergotzer Kicker Michael Schütt wird sich wohl vorm Sportgericht des Fußballkreises verantworten müssen. Doch die Aussagen über den Spielabbruch beim SV Dreetz, für den er laut Schiri Detlef Kleinat verantwortlich sein soll, gehen auseinander.

"Wir haben verdient mit 1:0 bis zur 90. Minute vorne gelegen. Bis dahin hatten wir einen wirklich souveränen Unparteiischen. Alles war fair", so Spieler Christopher Kutzer von TuS Dabergotz zu einem ganz normalen Kick im Waldstadion. Doch diese Partie fand ein abruptes Ende. "30 Sekunden vor dem Ende, es war sogar schon in der Nachspielzeit, brach der Unparteiische ab. Es gab nicht einmal eine Rücksprache." Für den Sonderbericht habe der Schiri laut Kutzer die Formulierung angedeutet, dass Michael Schütt die Fassung verloren habe. "Er soll auf den Platz gelaufen und durchgedreht sein. Dies stimmt überhaupt nicht." Richtig ist: Der Dabergotzer Fußballer hat eine Gelb-Rote Karte gesehen - berechtigt, findet Kutzer. In deren Folge habe Schütt etwas emotional reagiert. "Da war aber nichts, denn Martin Jahn ist mit ihm direkt in die Kabine gegangen. Geduscht und neu angezogen, kam er später wieder." Jahn ist Ersatzspieler.

Der gastgebende SV Dreetz spricht davon, dass Schütt in der Schlussminute einen Ordner angegangen sei. Dies bestätigt Kutzer nicht. "Ich habe mich mit ihm unterhalten. Er meinte, dass der Ordner ihn zur Ruhe aufforderte und dabei provozierte." Infolgedessen standen beide Nase an Nase. "Ich sah, wie unser Spieler die Hand auf die Brust vom Ordner legte. Da gab es keine Prügelei und auch kein Würgen." Die Situation wurde sogar sehr schnell von den beiden Kapitänen Patrick Jammrath (Dreetz) und Bastian Völker (Dabergotz) beruhigt. "Es war eine Szene, die ich fast jedes Wochenende auf den Sportplätzen im Kreis erlebe."

Christopher Kutzer wollte den Unparteiischen zu der Situation befragen, doch dieser zeigte sich einsilbig. "Er meinte nur, dass der Spieler für Unruhe gesorgt hat. Doch deshalb breche ich kein Spiel in der Nachspielzeit ab." Referee dieser Kreisliga-Partie war einer aus dem Landesverband Sachsen-Anhalt.

Nun droht TuS zum einen eine sportliche Niederlage, die das Sportgericht verhängen könnte. Zum anderen steht auch eine Geldstrafe für den Verein und eine Sperre für Michael Schütt im Raum. "Wenn der Schiri dem Spieler etwas vorzuwerfen hatte, dann kann er doch einen Sonderbericht schreiben. Dann verantwortet sich der Spieler vor dem Sportgericht", so Kutzer. Doch nun wird der gesamte Verein zur Verantwortung gezogen. Als Auslöser für die finale Aktion des Spieles ist übrigens ein nicht anerkanntes zweites Tor für Dabergotz. Eine Randnotiz: Der Unparteiische trug einen falschen Torschützen ein: Christoph Sperberg. Doch der Spielertrainer war gar nicht auf dem Feld. Weder zählte er zur Startelf, noch wurde er eingewechselt. Getroffen hatte Michael Schütt. Eine zweite Randnotiz: Diese Begegnung wurde nachgeholt. Das erste Duell der beiden war für den 4. September angesetzt, jedoch wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt worden. Am 11. September trafen Dreetz und Dabergotz im Pokal aufeinander. Nicht ausgeschlossen, dass TuS nun eine vierte Ansetzung fürs Waldstadion bekommt.

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