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Ortsbeirat unterstützt Investitionen

Häsener Unternehmen braucht mehr Platz

Volkmar Ernst / 16.11.2016, 08:27 Uhr
Häsen (GZ) Die Firma "Akra Dienstleitungen Häsen" will auf ihrem Betriebsgelände investieren. Geht es nach dem Ortsbeirat, dann darf sie das auch. Die Kommunalpolitiker befürworten die Erweiterung der Stellflächen, auf denen künftig dann auch gefährliche Abfälle gelagert werden sollen. Konkret handelt es sich dabei um Asbestmaterialien, die vielerorts früher als Dacheindeckung genutzt wurden, Teerpappe, Mineralwolle, Holz (beispielsweise Bahnschwellen, aber auch mit Farbe behandelte Türen und Fenster) sowie Altbatterien, beantwortete Inhaber Axel Krause während der Sitzung die Fragen der Beiratsmitglieder. "Wir wollen hier kein Großlager einrichten, nur brauchen wir mehr Platz, um die Materialien fachgerecht unterbringen zu können", so der Chef. "Sie bleiben auch nicht hier, sondern werden später zur fachgerechten Entsorgung gebracht. Bislang konnten wir nicht investieren, weil uns die Fläche nicht gehörte. Aber wir haben sie Ende 2015 gekauft und untersuchen lassen. Sie ist unbelastet. Damit das auch so bleibt, gibt es strenge Vorgaben für den Bau, außerdem werden wir durch die staatliche Aufsichtsgremien regelmäßig kontrolliert", so Krause.

Derzeit hat die Firma, die seit 2011 in Häsen ansässig ist, sieben fest angestellte Mitarbeiter, fünf Fahrzeuge und 276 Container, die den Kunden zur Verfügung gestellt werden. Ein Disponent, eine Sekretärin und ein weiterer Kraftfahrer werden gesucht, sofern das Investitionsvorhaben umgesetzt werden kann. Die Anträge dafür sind gestellt. Lärm-, Staub- und Artengutachten wurden bereits erstellt und sprechen nicht gegen die Erweiterung.

Zwar hat der Häsener Ortsbeirat kein Stimmrecht, doch gaben die Kommunalpolitiker Krause dahingehend Rückendeckung, dass sie ihm trauen, "dass er weder seine Mitarbeiter noch die Häsener je einer Gefährdung aussetzen würde."

Etwa 300 000 bis 400 000 Euro umfassen die Investitonen, zu denen der Bau eines neuen Bürogebäudes nebst Sanitärtrakt ebenso gehört wie die Befestigung der Lagerflächen. Da das Unternehmen zudem verpflichtet ist, für die Versiegelung der Flächen Ausgleichspflanzungen vorzunehmen, sollen die gezielt genutzt werden, um das Betriebsgelände in einen "für den Ort ansehnlichen Zustand" zu versetzen. Bereits wieder in Betrieb genommen wurde die ehemalige Tankstelle, die allerdings nur das Unternehmen selbst nutzt.

Klappt alles wie geplant, soll im kommenden Jahr das Bauvorhaben umgesetzt werden.

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