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Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber informiert sich kommende Woche über die Pläne des Gutshofes

Tourismusexperten schauen auf Boltenhof

Besucht Boltenhof: Minister Albrecht Gerber.
Besucht Boltenhof: Minister Albrecht Gerber. © Foto: MZV
Martin Risken / 18.11.2016, 08:26 Uhr
Boltenhof (GZ) In Anwesenheit von Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) werden die Pläne für die weitere Revitalisierung von Gut Boltenhof am kommenden Donnerstag im Gutshaussaal erörtert. Mitarbeiter von Hochschulen, Banken, der Industrie- und Handelskammer sowie Vertreter der Tourismuswirtschaft werden sich "mit den Erfolgsfaktoren von Gut Boltenhof unter Berücksichtigung der innovativen, sozialen, regionalen und wirtschaftlichen Aspekte" beschäftigen, wie es in einer Ankündigung der Regio-Nord heißt.

Konkret wird die Ausbauplanung für eine Naturbühne vorgestellt, außerdem geht es um den Ausbau eines alten Rinderstalls zum Veranstaltungszentrum unter Berücksichtigung der Anforderungen der unterschiedlichen Nutzergruppen. Überdies werden die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie und ein nachhaltiges Energie- und Versorgungskonzept für die denkmalgeschützte Gutshofanlage präsentiert.

Auf Gut Boltenhof ticken die Uhren langsamer. Wer die Allee zu der Anlage hinauffährt, erlebt sie wie einen Sog, der die Besucher am Ende der Straße in einer anderen Welt auswirft, in der genug Zeit bleibt für Erholung, Natur und Tiere. Erste Siedler ließen sich hier im 16. Jahrhundert nieder und gründeten das einstige Rittergut. Verschiedene Besitzer etablierten auf dem Hof Landwirtschaft und Viehzucht, bevor nach 1945 eine neue Epoche auf Gut Boltenhof anbrach. Die Rote Armee verwaltete die Anlage nach dem Krieg, nach der Bodenreform wurde das Land kurzzeitig unter Bauern aufgeteilt, bevor es zum örtlichen Landwirtschaftsbetrieb wurde. Im Gutshaus kamen die Offiziere der Roten Armee unter, später wurden hier ein Konsum und ein Erntekindergarten eingerichtet.

1997 kaufte das Ehepaar Uwe und Inge Riest aus Frankfurt am Main das Gut, sanierte es von Grund auf und baute es zu einem Ferienhof mit Landwirtschaft aus. Vor zwei Jahren hat nun die nächste Generation Gut Boltenhof übernommen. Jan Uwe und Andrea Riest verfolgen ihre Vision, dem Gut seine regionalgeschichtliche, wirtschaftliche, volkskundliche und künstlerische Bedeutung als ehemaliges Rittergut wiederzugeben und für ein interessiertes Publikum erlebbar zu machen. Jan-Uwe Riest und seine Frau Andrea werden dabei auch über die Erfahrung sprechen, wie man sich als Großstadtmensch auf dem Land zurechtfindet, was sich seit ihrem Beginn auf dem Gut verändert hat und welche Pläne sie für die Zukunft haben.

Den Besuch des Ministers möchten beide am Donnerstag zum Anlass nehmen, um das Gut mit seinen laufenden Konzepten sowie den bisherigen Erfolgsfaktoren den Fachleuten detaillierter vorzustellen.

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