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Bürgermeisterin und Stadtbrandmeister danken Hohensteinern für die Geduld / Zwei Fahrzeuge übergeben

Freude über neues Feuerwehrhaus

Unten und oben: Gäste der Eröffnung konnten das neue Hohensteiner Feuerwehrhaus innen besichtigen und sogar aus der Luft betrachten. Für Kinder gab es Mal- und Vorleseangebote.
Unten und oben: Gäste der Eröffnung konnten das neue Hohensteiner Feuerwehrhaus innen besichtigen und sogar aus der Luft betrachten. Für Kinder gab es Mal- und Vorleseangebote. © Foto: MOZ/Uwe Spranger
Uwe Spranger / 20.11.2016, 18:09 Uhr - Aktualisiert 21.11.2016, 10:32
Hohenstein (MOZ) Im Strausberger Ortsteil Hohenstein ist am Sonnabendnachmittag das neue Feuerwehrgerätehaus eröffnet worden. Außerdem übergab die Stadt zwei neue Fahrzeuge an ihre Einsatzkräfte. Gesamtinvestition: mehr als eine halbe Million Euro.

Hohensteins Löschgruppenleiter Matthias Keyl wollte gar keine großen Worte machen, als er vor dem symbolischen Schnitt ans Mikrofon gebeten wurde. "Vielen Dank. Wir werden es pfleglich behandeln und hoffentlich lange damit arbeiten können", sagte er nur kurz. Sein "Chef", Stadtbrandmeister Uwe Schmidt, wurde etwas ausführlicher. Vor allem dankte er den Hohensteiner Kameraden für ihre Geduld. "Man muss ihnen sehr hoch anrechnen, dass sie trotz der Bedingungen hier so lange zur Stange gehalten haben."

Eröffnung Gerätehaus Löschgruppe Hohenstein der Freiwilligen Feuerwehr Strausberg, 19. November 2016
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Feuerwehr Hohenstein

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Denn seit mehr als zehn Jahren war die Situation alles andere als ideal. Bürgermeisterin Elke Stadeler erinnerte daran, dass es keine Sozialräume gab und das angemietete Objekt keine Heizung hatte, so dass vom 2005 angeschafften Tragkraftspritzenfahrzeug im Winter die 750 Liter Wasser im Tank abgelassen werden mussten, damit sie nicht einfrieren. Faktisch war das Auto damit nicht für jeden Fall einsatzbereit. In Strausberg hingegen sei "alles da" gewesen, so dass sich mancher gefragt habe, ob der Ortsteil "abgehängt" sei, war ihr bewusst.

Seit 2013 war dann die Aufgabenstellung klar, sagte sie. Ein Gebäude sollte her mit einem beheizten Platz für ein Fahrzeug, dazu 120 Quadratmeter für Sozialräume. Weil zunächst die Angebote nicht ins Budget passten, wurde 2015 eine Ausschreibung aufgehoben, so dass erst im März 2016 Baubeginn war, erinnerte sie an die Abläufe. Statt im Oktober, wie zur Grundsteinlegung erhofft, wurde das Haus, "das den Namen jetzt auch verdient", nun im November fertig und mit 415 000 Euro auch 25 000 Euro teurer als damals benannt, doch darüber wurde am Sonnabend nicht lamentiert. "Es ist ein schöner Tag für die Hohensteiner", befand die Bürgermeisterin und die rege Anteilnahme der Bewohner bei der Eröffnung sprach dafür. "Bemängelt" wurde lediglich, dass ein Schild Feuerwehr am Haus noch fehlt.

Sowohl das Gebäude als auch die zwei Fahrzeuge, die bei der Gelegenheit übergeben wurden, seien ohne jegliche Förderung finanziert worden, lobte der Stadtbrandmeister. Die Autos kosteten zusammen rund 100 000 Euro und sind Ersatz für einen Kombiwagen. Nunmehr stehen ein VW-Bus als Mannschaftstransportfahrzeug für acht Personen und ein Kleinlaster als Nachschubfahrzeug zur Verfügung, mit dem Gerätschaften zum oder vom Einsatzort weg gebracht werden können. "Zum Beispiel kontaminierte Schläuche", erklärte Schmidt. Die wurden zuvor "an den Füßen" der Einsatzkräfte transportiert. Beide Autos seien mit Funk und Sprechanlage ausgestattet, so dass zum Beispiel bei Evakuierungen Durchsagen an die Bevölkerung möglich seien. Auch beim Strausseelauf könne man davon Gebrauch machen. Und bei der Eröffnungsfeier half die Anlage, als die Tontechnik vom Rathaus muckte. Den Bus übernimmt übrigens Jugendwart Andreas Schwiering - auch für seine Truppe. Die zählt derzeit 57 Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 16 Jahren, darunter nun zwei aus Hohenstein.

Zu Hohensteins Löschgruppe gehören zwölf Aktive, die abends und nachts sowie an Wochenenden zu Einsätzen gerufen werden. "Ich hoffe, wir bekommen jetzt Zuwachs. Ich will ja noch eine Weile machen", wünschte sich Matthias Keyl. Zehn bis 20 Einsätze gebe es jährlich. "2016 war aber bisher etwas ruhiger."

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