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Männerpower im "Knirpsenland"

Beliebtes Spielzeug: Die Nestschaukel, die gemeinsam mit der Doppelschaukel auf dem Gelände des Knirpsenlandes aufgestellt wurde, ist bei den Kindern auch bei diesem Wetter beliebt
Beliebtes Spielzeug: Die Nestschaukel, die gemeinsam mit der Doppelschaukel auf dem Gelände des Knirpsenlandes aufgestellt wurde, ist bei den Kindern auch bei diesem Wetter beliebt © Foto: Volkmar Ernst/GZ
Volkmar Ernst / 23.11.2016, 10:32 Uhr
Gutengermendorf (GZ) Von wegen, Kindererziehung ist nur Frauensache. In den Kitas der Großgemeinde Löwenberger Land schon lange nicht mehr. Vier Männer sind derzeit bei der Gemeinde als Erzieher angestellt. Der erste war Silvio Zimmermann als Quereinsteiger. Heute leitet der ehemalige Bäcker die Kita in Teschendorf. Dann sind da noch Christoph Mallok in der Kita "Pusteblume" in Grüneberg sowie Holger Schönemann und Lukas Ludwig, die sich im Gutengermendorfer "Knirpsenland" um die Kinder kümmern. Doch es könnten gut und gerne noch mehr Männer sein, wie Haupt- und Sozialamtsleiter Roland Grüber gern zugibt. Denn mit 64 Mitarbeiterinnen sind die Frauen noch immer in der Überzahl.

Vielleicht hat die Gemeinde ja Glück. Denn von den zwei Praktikanten, die derzeit in der Gutengermendorfer Kita erste Erfahrungen im Umgang mit den Kindern sammeln, ist einer der 17-jährige Pierre Regenberg. Er wohnt in Gutengermendorf und befindet sich gerade in der Ausbildung zum Sozialassistenten. Das ist die Vorstufe, an die sich die Erzieherausbildung anschließt. Die Zweite ist Jessica Franz aus Falkenthal, die am Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum in Oranienburg die Erzieherausbildung absolviert. Beide verbindet der Spaß am Umgang mit Kindern, und beide würden später auch gerne im Löwenberger Land bleiben.

Das gilt ebenso für Lukas Ludwig, der im Sommer seine Erzieherausbildung erfolgreich beendet hat. Die Frage, ob er seine Berufswahl bereut hat, verneint er vehement. "Das war die richtige Entscheidung. Ich mag den Umgang mit den Kindern, vor allem mag ich ihre Ehrlichkeit. Kinder nehmen kein Blatt vor den Mund und sagen geradeheraus, wenn sie etwas nicht mögen, aber auch, wenn ihnenetwas gefällt", stellt er klar.

Eigentlich ist er der Griebener Kita zugeteilt, hilft derzeit aber in Gutengermendorf aus. Chefin Dorle Pieper ist von ihm und seiner Arbeitsweise angetan. "Lukas mag Sport und Spiele. Ich versuche, die Mitarbeiter immer nach ihren Stärken und Vorlieben einzusetzen. Warum soll ich ihn also zum Basteln verpflichten, wenn er lieber mit den Kindern draußen umhertollt. Die Kinder mögen dass", erklärt sie und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: "Es gibt jetzt sogar Mädchen, die sich für Fußball begeistern."

In der kleinen Gutengermendorfer Kita mit ihrem familiären Charakter werden derzeit 47 Kinder betreut. Um ihr Wohl kümmern sich sechs Erzieher, vier Frauen und zwei Männer. Hinzu kommen Jessica Franz und Pierre Regenberg als Praktikanten.

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