Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Spielzeugausstellung in der Heimatstube Herzfelde

Selbst eine Holzbrücke erzählt Geschichte

Guck mal, die Straßenbahn: Besucher der Spielzeugausstellung in der Heimatstube Herzfelde dürfen nostalgisch werden.
Guck mal, die Straßenbahn: Besucher der Spielzeugausstellung in der Heimatstube Herzfelde dürfen nostalgisch werden. © Foto: MOZ/Gabriele Rataj
Gabriele Rataj / 01.12.2016, 05:42 Uhr
Herzfelde (MOZ) Hund "Caro" Artdeko 1930, steht auf dem Schildchen, dieselbe Jahreszahl wie am Äffchen zwei Plätze weiter. Auf dem bemalten Holzbänkchen (ca. 1960) hat Frau Schuhmachers Teddybärenfamilie Platz genommen. Und das Kuschel-Hörnchen trägt einen Geschenkanhänger mit der Aufschrift "Mein Eichelhase Geb. 1972" um den Hals.

Dicht an dicht, mit den Namen der Verleiher und weiteren Zusätzen versehen, warten in der Heimatstube aber ebenso Konstruktionskästen, Bauernhöfe, Eisenbahnen, Wissensspiele, Stempelkästen, Spielzeug aller Art darauf, von Kindern entdeckt zu werden und Eltern oder Großeltern in Erinnerung versinken zu lassen.

So wie bei Yanis, der am Sonnabend mit Oma die Spielzeugausstellung besuchte. Fußball nannte der Siebenjährige als besonderes Interesse, wenngleich diese Sparte eher gering vertreten ist. Dafür finden sich andere Dinge, die vor einem halben Jahrhundert und weniger noch ausreichten, um Kinder die Zeit vergessen zu lassen: Kaspertheater, Laufräder, vorsintflutliche Schlittschuhe, eine Laterna magica zum Ansehen von Dia-Kindergeschichten (1925) oder per Filmprojektor mit einem Ofenrohr als Ablufttransporter, Autos mit Schwungrad ....

"Mit so vielem hatten wir nicht gerechnet", erzählt Margarete Blaese, die sich mit anderen bei der Betreuung abwechselte. Einige habe man allerdings mehrfach ansprechen müssen, gesteht Anita Pawlak, stellvertretende Vereinsvorsitzende, und zeigt auf die 150 Jahre alte Ausgabe von "Max und Moritz" in gut verschlossener Vitrine.

Und überall stecken Geschichten dahinter. Die Puppenstube von Rosel Koch, die im Vorraum für Kinderbeschäftigung zuständig war, die von der Schwester auf sie und später bis zu ihren Enkeln weitergegeben wurde. Von Frauke Roschitz stammt das von ihrer Oma handgenähte Kobold-Paar à la Pittiplatsch.

Sogar die Fußgängerbrücke am Strausberger Bahnhof wurde einst zur Freude der eigenen Kinder aus Holz nachempfunden. Vor 80 Jahren ermöglichte sie den Übergang zur Strausberg-Herzfelder Kleinbahn - Geschichte zum Ansehen.

Öffnungszeit: Sonnabend und am 10. Dezember, 14-17 Uhr

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG