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Conny Schulze aus Hasenfelde erfuhr vergangenen Heiligabend von ihrer Tochter, dass sie endlich Oma wird

Baby-Söckchen als schönstes Geschenk

Mit den Baby-Söckchen am geschmückten Wohnzimmer-Tisch: Conny Schulze aus Hasenfelde, eine flippige und gar nicht typische 50-Jährige, wurde vergangenen Heiligabend von ihrer Tochter Cemena von der frohen Kunde überrascht, sie werde Oma.
Mit den Baby-Söckchen am geschmückten Wohnzimmer-Tisch: Conny Schulze aus Hasenfelde, eine flippige und gar nicht typische 50-Jährige, wurde vergangenen Heiligabend von ihrer Tochter Cemena von der frohen Kunde überrascht, sie werde Oma. © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam / 18.12.2016, 16:53 Uhr
Hasenfelde (MOZ) "Unvergessliche Weihnachten" - mit dieser Serie ist die MOZ in die Adventszeit gestartet und erzählt Ihnen, liebe Leser, jeden Tag eine neue Geschichte. Heute: Conny Schulze aus Hasenfelde, die Heiligabend 2015 die Nachricht erhielt, sie werde Oma.

"Das war ein ganz verrückter Abend", sagt Cornelia Schulze, die alle nur Conny nennen, und fängt sofort wieder an zu lachen und Freudetränen rollen. Weihnachten ist bei ihr nie geregelt und manchmal verrückt. Als Einzelkind, die beim Vater aufwuchs, lebt sie nun schon gut 30 Jahre in Hasenfelde. "Ich wollte ja immer vier Kinder", sagt die 51-jährige. Ihre sind längst aus dem Haus. Die Tochter Cemena (27) hat Chemie in Dresden studiert und lebt im sorbischen Kamenz mit ihrer Familie, der Sohn Pascal mit seiner Freundin dagegen in Dresden und studiert Raumentwicklung und Naturressourcen-Management. "Heutzutage steht bei ihnen ja eher die Karriere im Mittelpunkt."

Vergangenen Heiligabend kam Freundin Simone Bülow aus Fürstenwalde mit zum Weihnachtsfest nach Hasenfelde. "Wir schenken uns generell nichts." Gemeinsam saß man zusammen als plötzlich Cemena an Mutter und Bruder kleine Kästchen verteilte. Conny machte ihr Kästchen auf, murmelte noch "da passt aber kein Handy rein" und dann ging ihr auf: Das sind Baby-Söckchen! Cemena ist schwanger. "Ich hab geschrien und geweint vor Glück, dass ich das doch so schnell erleben darf und eine junge Oma werde." Wie weg gewischt war ihr Wunsch, selbst noch Kinder zu bekommen und fort auch alle Sorgen des Jahres. "Wir haben gemeinsam angestoßen, waren völlig aufgedreht."

Schnell stand fest, man wolle noch zur Abendmesse in den Fürstenwalder Dom. Da war Conny noch nie und es war schon ewig ein Wunsch von ihr "und meine Freundin war seit 15 Jahren nicht mehr dort." Cemena fuhr das kostümierte Duo gern nach Fürstenwalde. "Beim Abendmahl im Dom hat meine Freundin dann großen Durst gehabt und fast den Kelch ausgetrunken." Der Pfarrer habe gelassen reagiert, den Krug aufgefüllt und an die anderen Besucher weitergereicht. "Wenig später saßen wir wieder in der Kirchenbank und Simone wurde ganz ruhig. Sie war eingeschlafen", lacht die Hasenfelderin.

Wach habe man Simone dann doch wieder bekommen und tief in der Nacht kichernd heimgebracht. Zurück in Hasenfelde dann die nächste Überraschung: Pascal, der sonst nie trinkt, hatte mit seinem Vater Jürgen Gassner sooft angestoßen vor Glück, das es ihm schlecht bekam. "Wir mussten danach sein altes Zimmer renovieren."

Die Geburt des Enkelkindes rückte näher. Conny Schulze und ihre Familie fuhren zu einer Hochzeit in Rumänien. "Cemena blieb in Hasenfelde und passte auf die Hunde auf." Vier Wochen war es vor dem Geburts-Termin. "Wir erhielten plötzlich einen Anruf, Cemena hat in Bad Saarow entbunden, am 15. Mai." Connys Oma stammt aus Rumänien nun kam sie selbst als rumänische Oma zurück. "Wie verrückt das ist", lacht sie und erzählt, dass sie schon zwei Tage später überglücklich den kleinen Barent im Arm gehalten hat.

Der Enkel war seither oft in Hasenfelde. Conny Schulze ist gerne Oma, auch wenn sie sonst eine Party-Maus ist und gerne tanzt. "Cemena hat die Schwangerschaft nie bereut und macht nächstes Jahr ihren Doktor." Jetzt wird das Fest wieder gemeinsam gefeiert. Da wird die alte Eisenbahn aus Connys Kindheit aufgebaut und mit dem Korb-Kinderwagen, in dem schon Cemena und Pascal lagen, gehen alle in die Kirche. "Aber vorher, am 23. Dezember, bin ich als alter Union-Fan natürlich wieder beim Weihnachtssingen in der Alten Försterei in Berlin."

Liebe Leser, vielen Dank für die vielen unvergesslichen Weihnachtsgeschichten, die Sie mit uns geteilt haben. Sie werden bis zum 24. Dezember veröffentlicht. Unter allen Teilnehmern der Serie verlost die MOZ Preise von regionalen Sponsoren: ¦ ein Menü für zwei Personen in der Gaststätte "Nußknacker" in Erkner im Wert von 40 Euro, ¦ ein Abendessen für zwei Personen im Wert von 50 Euro im Hotel "Am Werl", Bad Saarow, ¦ ein Menü für zwei Personen in der Gaststätte "Glück auf" Treplin ¦ ein Menü für zwei Personen im Hotel "Zum Schwan" Beeskow ¦ ein Essen für zwei Personen im Wert von 40 Euro im Hotel "Prinz Albrecht" Neuzelle

Mehr zu diesem Thema: www.moz.de/weihnachten

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