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Yvonne und Knut Mudrack präsentieren Show mit Tiger und Löwen auf ihrem Grundstück in Harnekop

Bescherung für Raubkatzen

Köstlich: Für die Löwen gab es nach der Show, in denen sie diverse Kunststücke vorführten, ein paar Belohnungen. Auspacken mussten aber auch die Tiere ihre Geschenke selbst. Darin befanden sich Leckereien für die Raubkatzen.
Köstlich: Für die Löwen gab es nach der Show, in denen sie diverse Kunststücke vorführten, ein paar Belohnungen. Auspacken mussten aber auch die Tiere ihre Geschenke selbst. Darin befanden sich Leckereien für die Raubkatzen. © Foto: MOZ/Birte Förster
Birte Förster / 27.12.2016, 05:29 Uhr
Harnekop (MOZ) Tiger und Löwen aus nächster Nähe: Yvonne und Knut zeigten über die Weihnachtstage bei ihrer Raubkatzen-Show, was ihre Tiere so alles können. Im kommenden Jahr wollen sie sich nach vielen Reisen vor allem der Öffentlichkeit in Harnekop präsentieren.

Gemächlich streift Mausi durch die Manege. Mit eindringlichem Blick schaut der Bengal-Tiger auf die Zuschauer. Neben ihm stolzieren auch noch drei Löwen. Zwischen den Raubkatzen stehen Knut und Yvonne Mudrack unbeeindruckt von den gefährlichen Tieren. Mit kleinen Hilfsmitteln wie einer Stange zeigen sie ihnen, wo es lang geht. Schließlich balancieren die Raubkatzen abwechselnd über eine Stange, stellen sich auf zwei Pfoten oder machen eindrucksvolle Sprünge. Danach folgt umgehend die Belohnung: Mit dem Stab reichen Yvonne und Knut Mudrack den Tieren kleine Fleischstücke.

Das alles geschehe ohne Zwang, erklärt die Dompteurin, sondern über Futter. "Indem ich sie immer wieder belohne." Mit dem Stab berühren sie das jeweilige Tier leicht. "Damit es weiß: "Aha, ich muss jetzt etwas machen'", so Yvonne Mudrack. Den Kindern im Publikum erklärt sie vor Beginn, wie sich die Tiere dressieren lassen. Ein Tiger könne bis zu sieben Meter, ein Löwe bis zu fünf Meter weit springen, informiert sie die faszinierten Besucher.

Seit über 26 Jahren arbeiten Yvonne Mudrack und ihr Mann Knut mit Raubtieren zusammen. Ihre jetzigen Tieren seien etwa acht Jahre alt. Ihre Shows präsentieren sie nicht nur in Harnekop. Sie sind international unterwegs gewesen, zu ihren Stationen gehörten die Niederlanden, Belgien und Frankreich. Die vergangenen zwei Jahre verbrachte das Paar mit den Tieren in Rumänien. Das soll sich nun erstmal ändern. Vor vier Jahren hätten sie das Grundstück in Harnekop erworben, wo sie über Weihnachten zum dritten und vierten Mal die Raubtiershow zeigen. "Wir haben uns entschlossen, dass wir länger hier bleiben und ein Jahr Reisepause machen wollen, um das Grundstück zu pflegen", berichtet die Dompteurin von den gemeinsamen Plänen. "Wir wollen im Alter etwas ruhiger werden." Dafür gibt es einen guten Grund: "Auf der Reise haben wir unsere Familie vermisst", sagt Yvonne Mudrack deren Eltern bereits beim Zirkus waren. "Es ist einfach zu weit weg." Bis zur zehnten Klasse seien die beiden Töchter, inzwischen 20 und 24 Jahre alt, mitgereist und von einer Zirkusschule über das Internet unterrichtet worden. Nun würden beide in Berlin leben und studieren, erzählt sie. Yvonne Mudrack und ihr Mann stammen beide ursprünglich aus Hönow.

Inzwischen haben auch die Harnekoper mitbekommen, welche Tiere bei den Mudracks leben. In einer großen, beheizten Halle von über 250 Quadratmeter seien die Raubkatzen untergebracht. "Anwohner fragen oft nach und wollen die Tiere sehen. Da wollen wir das auch öffentlich machen", sagt Yvonne Mudrack. Ohnehin müssten die Tiere regelmäßig bewegt werden.

Raubtiershows in Harnekop gab es in den vergangenen Jahren bislang zwei Mal. "Die Resonanz war gut", sagt die Dompteurin. Das soll daher nun mehr werden. "Im neuen Jahr wollen wir versuchen, ein bisschen besser durchzustarten."

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