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Harziger Klang zum Auftakt

Zu Gast in Glambeck: Thomia Ehrhardt, Chieko Yokoyama-Tancke, Susanne Ehrhardt und Maximilian Ehrhardt (v. l.) geleiteten das Publikum romantisch-musikalisch ins neue Jahr.
Zu Gast in Glambeck: Thomia Ehrhardt, Chieko Yokoyama-Tancke, Susanne Ehrhardt und Maximilian Ehrhardt (v. l.) geleiteten das Publikum romantisch-musikalisch ins neue Jahr. © Foto: Matthias Wagner
Matthias Wagner / 02.01.2017, 22:20 Uhr
Glambeck (MOZ) Unter dem Titel "Aufbruch der Romantik" fand am Neujahrstag das diesjährige Auftaktkonzert der Glambecker Claviermusiken statt. Dabei war der Titel durchaus ein wenig ambivalent, denn die Glambecker Musikreihe blickt auf bewegte Monate zurück, an deren Ende auch so etwas wie ein neuer Aufbruch steht. Die Kernbotschaft jedenfalls lautet: Es geht weiter!

Vor diesem Hintergrund erklang am Sonntag virtuose Musik aus dem frühen 19. Jahrhundert. Darunter Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Louis Spohr und Gioacchino Rossini. Es musizierten Susanne Ehrhardt an der Klarinette, die auch die Moderation übernahm, und Maximilian Ehrhardt an der Harfe. Beide sind nicht verwandt und nicht verschwägert. Ihre Instrumente sind Nachbauten der einstigen Originale und vermitteln so einen authentischen Klangeindruck der Epoche. Hervorstechendes Merkmal ist die leicht tiefere Stimmung.

Klaviermusik von Frederic Chopin, interpretiert von der Pianistin Chieko Yokoyama-Tancke, und ein Fagottkonzert von Mozarts Zeitgenossen Johann Baptist Vanhal (1739-1813) mit Thomia Ehrhardt, der Tochter von Susanne Ehrhardt, rundeten das abwechslungsreiche Programm ab und bildeten zugleich den ersten Teil.

Besonders der holzig-harzige Klang des Fagotts, dem die junge Musikerin wunderbar gefühlvolle Töne zu entlocken wusste, begeisterte im intensiven Dialog mit den fein perlenden Klavierläufen, beigesteuert von Chieko Yokoyama-Tancke. Anhaltender Applaus war der verdiente Lohn. Susanne Ehrhardts virtuoses Blockflötensolo im zweiten Teil des Nachmittags erntete sogar einige spontane Bravo-Rufe. Rund 50 Gäste hatten am ersten Tag des Jahres den Weg in das kleine Gotteshaus in den Wäldern der Schorfheide gefunden.

Die Konzerte in der kleinen Fachwerkkirche in dem versteckten Schorfheide-Dorf erfreuen sich nach wie vor ungebrochener Beliebtheit. Und so finden sich dort nicht nur zahlreiche Stammgäste, sondern auch Stammkünstler ein, um zu musizieren - dazu zählt auch Susanne Erhardt.

Die Zukunft der erfolgreichen Reihe ist derweil gesichert, denn Anfang Dezember wurde ein vollkommen neuer Vereinsvorstand gewählt. Dass der Verein nunmehr wieder eine Perspektive hat, freut auch die Begründerin der Claviermusiken, Heimtraud Eichhorn, die am Sonntag als Ehrengast in der ersten Reihe Platz nahm.

Das nächste Konzert ist für den 18. März geplant. Unter dem Titel "Ombre segrete - Geheimnisvolle Schatten" werden Juliane Laake an der Viola da Gamba und Maximilian Ehrhardt an der Harfe zu erleben sein. Es erklingt deutsche und italienische Musik des 17. Jahrhunderts

Nähere Infos im Internet unter www.glambeck-schorfheide.de

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