Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Zerfetztes Rotorblatt entfernt

Stürmische Winde: Was dazu geführt hat, dass das Rotorblatt dieses Windrads bei Passow plötzlich abknickte, kann zurzeit noch nicht mit Sicherheit gesagt werden
Stürmische Winde: Was dazu geführt hat, dass das Rotorblatt dieses Windrads bei Passow plötzlich abknickte, kann zurzeit noch nicht mit Sicherheit gesagt werden © Foto: MOZ/Oliver Schwers
Oliver Schwers / 06.01.2017, 06:36 Uhr
Briest/Passow (MOZ) Die Gefahr am havarierten Windrad bei Passow ist vorerst gebannt. Am Donnerstag wurde der Rest des in Mitleidenschaft gezogenen Rotorblatts gezielt heruntergeholt. Geblieben ist nun nur noch ein Stumpf. Damit besteht für den Verkehr auf der in unmittelbarer Nähe vorbeiführenden Bundesstraße 166 kein Risiko mehr. Der Streckenabschnitt zwischen Passow und Zichow war vorsorglich dicht gemacht worden. Weil Gefahr drohte, dass lose Stücke von den stürmischen Winden erfasst werden könnten, hatten Polizei und Feuerwehr in Verbindung mit dem Straßenmeister zu der Sicherheitsmaßnahme gegriffen. Es gab andernorts in Deutschland bereits Fälle, wo Windradteile mehrere hundert Meter weit geflogen sind.

Aus ungeklärter Ursache war eines von drei Rotorblättern eines 100 Meter hohen Windrades abgestürzt. Teile davon hingen noch über dem Gerätehaus in luftiger Höhe, als der Schaden bemerkt wurde. Der Windbetreiber Energiekontor Bremen wollte die Havarie so schnell wie möglich beheben lassen, setzte sich mit dem Hersteller in Verbindung. Außerdem ist man weiter auf der Suche nach der Ursache für den Fehler. Vermutet wird, dass ein nicht entdeckter Blitzeinschlag zu Rissen geführt hat. Es kann jedoch auch andere Gründe für den Absturz des Rotorblatts geben.

Nach Angaben eines Unternehmenssprechers hat es zwei Möglichkeiten gegeben, um das herabhängende rund 40 Meter lange Teil zu bergen: Entweder es fällt bei einer gezielten Drehung von selbst herunter, oder es muss mit einer Spezialvorrichtung bis zum Stumpf abgesägt werden.

Bis Mitte Februar soll sich das Windrad wieder drehen. Es ist mindestens zehn Jahre alt und gehörte zu Baubeginn zu den höchsten und effektivsten Maschinen dieser Art in der Uckermark. Die Höhe des durch die Havarie entstandenen Schadens steht bislang noch nicht fest.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG