Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Gut Boltenhof verknüpft klassische Agrarwirtschaft mit Tourismus

Idylle für Mensch und Tier auf dem Boltenhof

Huftiere steigern Wellnessfaktor: Auch diese Eselsfamilie wird auf Gut Boltenhof biologisch nachhaltig gepflegt - worüber sich die Gäste freuen, denn Streicheln tut gut.
Huftiere steigern Wellnessfaktor: Auch diese Eselsfamilie wird auf Gut Boltenhof biologisch nachhaltig gepflegt - worüber sich die Gäste freuen, denn Streicheln tut gut. © Foto: Thomas Pilz/GZ
Thomas Pilz / 06.01.2017, 09:44 Uhr
Boltenhof (GZ) Konkrete Pläne hat das Ehepaar Riest auf Gut Boltenhof verkündet, die Entwicklung ihres Anwesens für dieses und folgende Jahre betreffend. Anlässlich eines Besuches von Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) hatte Jan-Uwe Riest beispielsweise mit bemerkenswerten Zahlen aufgewartet. So plane man für dieses Jahr einen Gesamtumsatz von rund 650 000 Euro.

Mit anderen Worten, es werde bei dem ehrgeizigen Projekt kontinuierlich weiter aufwärts gehen. Immerhin lagen die Umsatzahlen 2014 noch bei gut 90 000 Euro, erläuterte Jan-Uwe Riest. Im darauffolgenden Jahr seien es bereits 194 000 Euro gewesen. Und dann setzte das Unternehmen "Gut Boltenhof" gleichsam zum Sprung an: So konnten für vergangenes Jahr 430 000 Euro Umsatz geplant werden.

Minister Gerber hörte das gerne. "Zumal die Verknüpfung von Landwirtschaft und Tourismus und die daraus folgende Schaffung von Arbeitsplätzen eine sehr wichtige Frage ist für die ländliche Region", erklärte er. Bei der Gelegenheit versäumte es der Minister nicht, auf das "breite Spektrum an Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten" hinzuweisen, die das Land Unternehmern und vor allem Start-Ups in der ländlichen Region bietet, zum Beispiel dem Ehepaar Riest. "Es ist auch sehr gut, dass Sie diese Angebote zu nutzen wissen", betonte Gerber.

Was dank der Fördermittel geschaffen werden soll, skizzierte Riest sogleich. So strebe man bis 2020 auf dem Gut einen Energie-Mix aus Sonnenenergie, Gas-Versorgung und einer Holzhackschnitzel-Heizung an. Zudem werden Bio-Läden beliefert. Immerhin verfügt der Landwirtschaftsbetrieb über 80 Hektar Bioland. "Für unsere wachsende Fleckvieh- und Limousin-Mutterkuhherde bauen wir in ausschließlich ökologischem Landbau genügsamen Winterroggen und Kleegras an", stellte die Familie Riest klar.

Für den Tourismus indessen ist das Alleinstellungsmerkmal interessant. Laut einem Denkmal-Gutachten war Gut Boltenhof im 16. Jahrhundert nämlich ein Rittergut. "Das Bewusstsein dafür wollen wir in die heutige Zeit transportieren", erklärt Jan-Uwe Riest. Zudem soll die kulturelle und künstlerische Bedeutung des Ortes Eingang in die Vermarktung finden. Beispielsweise soll altes Handwerk neu belebt werden. Der denkmalgeschützte Rinderstall werde zu einem Veranstaltungsort ausgebaut. Vor Ort trägt bald eine neue Gutsverwalterin für das Gelingen Sorge - außerdem zehn Mitarbeiter, wobei zwei in Boltenhof beheimatet sind, sechs in Nachbardörfern wohnen.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG