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Baumschnitt für mehr Sicherheit

Umgehauen: Entlang des Ortsverbindungsweges von Gutengermendorf nach Häsen wurden zahlreiche Bäume gefällt, um für Sicherheit und Durchblick zu sorgen.
Umgehauen: Entlang des Ortsverbindungsweges von Gutengermendorf nach Häsen wurden zahlreiche Bäume gefällt, um für Sicherheit und Durchblick zu sorgen. © Foto: Volkmar Ernst/GZ
Volkmar Ernst / 18.01.2017, 07:21 Uhr
Häsen (GZ) 26 Bäume entlang der Straße von Häsen nach Gutengermendorf wurden gefällt - für die einen ein Frevel, für andere ganz normale Sicherungsmaßnahmen.

"Ich habe mir das angesehenund kann nicht immer nachvollziehen, warum die Bäume weggenommen wurden", gab Ortsbeiratsmitglied Wolfgang Schulz im Rahmen der Einwohnerfragestunde die an ihn gerichtete Frage weiter. "Einige Stämme waren durchaus voll und nicht brüchig. Wir sollten bei der Verwaltung nachfragen, wer die Bäume zuvor begutachtet und danach die Fällung in Auftrag gegeben hat", so Schulz weiter.

Dass Baupflegemaßnahmen entlang der Ortsverbindungsstraße vorgenommen werden, dafür hatten sich die Kommunalvertreter beider Orte ausgesprochen. Denn mit gut zwei Kilometern Länge ist es noch immer die kürzeste Verbindung zwischen Gutengermendorf und Häsen. Sie wird vor allem von Radlern und Spaziergängern gern genutzt. Doch über die Jahre waren die Äste der Bäume über und in den Fahrbahnbereich gewachsen. Sie sollten im Zuge der Pflegemaßnahmen zurückgeschnitten werden.

Genau das sei auch das Anliegen der Verwaltung gewesen. "Wir haben die Bäume prüfen lassen, und wenn die Standfestigkeit nicht mehr gegeben war oder eine Gefahr durch herabfallende Äste zu erwarten war, dann wurde die Fällung angeordnet, erklärt Bauamtsleiter Manfred Telm die Arbeiten. Vorrangig würde es sich dabei um Pappeln, vereinzelt aber auch um Eichen und Eschen handeln. Die Baumstämme und das Geäst werden auch nicht am Wegesrand liegenbleiben, sondern fachgerecht entsorgt, wenn das Wetter es zulässt, verspricht der Fachmann.

Dass im Zusammenhang mit der Laubentsorgung im Herbst in Häsen ein Sammelcontainer aufgestellt wird, ist allgemein bekannt. Ob im Frühjahr noch einmal einer aufgestellt werden kann, um dort die Eichenblätter zu entsorgen, bleibt ungewiss. Die Frage ist auch in diesem Fall: Wer zahlt dafür?

Ums liebe Geld geht es auch bei der Ausbesserung, Reparatur oder Sanierung von Straßen. Dass die Kastanienallee marode ist, da besteht Einigkeit, sowohl bei den Anliegern als auch bei den Kommunalpolitikern. Vor allem der Einfahrtsbereich vom Kleveschen Damm in die Kastanienallee gleicht einer Hügel- und Kraterlandschaft. Der Durchlass des Welsengrabens unter der Straße scheint eingebrochen zu sein. Zumindest lassen das die Dellen in der Fahrbahn vermuten. Nun soll der Beirat mit der Gemeinde verhandeln, inwieweit eine Reparatur möglich ist, so der Auftrag der Anwohner an die Kommunalpolitiker. Eine vom Beirat ins Gespräch gebrachte Sanierung der Straße fand jedenfalls keine Beachtung: zu teuer, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Kastanienallee unter Denkmalschutz stehe, hieß es dazu. Die Verwaltung der Gemeinde wird nun prüfen, inwieweit hier Reparaturarbeiten noch möglich sind und ausgeführt werden können.

Ganz leer gehen die Häsener bei den in diesem Jahr anstehenden Bauarbeiten dennoch nicht aus. Gelder stehen im gemeindlichen Haushalt zur Verfügung, um die Trauerhalle zu sanieren und mit einem Stromanschluss auszustatten.

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