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Ein Dorf feiert seine Erzieherin

Mit Keramik in den Ruhestand: Franziska Bittner überreicht Marianne Herrgoss, der langjährigen Erzieherin der Kita "Wundertüte" in Buckow, im Namen der Eltern einen Keramikpilz - zuvor gab es schon ein Fotobuch für die 64-Jährige.
Mit Keramik in den Ruhestand: Franziska Bittner überreicht Marianne Herrgoss, der langjährigen Erzieherin der Kita "Wundertüte" in Buckow, im Namen der Eltern einen Keramikpilz - zuvor gab es schon ein Fotobuch für die 64-Jährige. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Tatjana Littig / 21.01.2017, 07:31 Uhr
Buckow (MOZ) "Erzieherin, weil Superheldin keine offizielle Berufsbezeichnung ist", prangt auf dem Titel des Fotobuches, das Eltern von Kindern der Kita "Wundertüte" in Buckow für Marianne Herrgoss erstellt haben. Darin enthalten: Bilder aus dem Berufsleben der 64-Jährigen.

40 Jahre lang hat Marianne Herrgoss als Erzieherin gearbeitet, zunächst in Beeskow und dann einer Pause der Familiengründung wegen seit Februar 1980 in der Kita in Buckow. Sie sei nicht freiwillig an die Einrichtung gekommen, erklärt sie bei ihrer Verabschiedung im Dorfgemeinschaftshaus. Denn eigentlich habe sie nicht dort arbeiten gewollt, wo sie auch lebt. Es kam anders und trotzdem sagt sie: "Ich habe das so gerne gemacht."

Eltern und Wegbegleiter, die zur Verabschiedung zahlreich erschienen sind, lauschen den Worten und nicken. Einige haben Tränen in den Augen, viele haben Blumen und Präsente mitgebracht. "Es ist ihre Berufung gewesen", sagt Elternsprecherin Mareen Baumert, die aus eigener Erfahrung weiß, wie Marianne Herrgoss als Erzieherin ist. "Sie war immer sehr streng, aber liebevoll. Sie hatte ihre Linie." Auch Kita-Leiterin Martina Lipp ist hin und weg von der ehemaligen Kollegin. "Berufung trifft es sehr gut", findet sie.

Ihren letzten Arbeitstag in der Kita "Wundertüte" hatte Marianne Herrgoss bereits am 21. Dezember gehabt. An dem Tag haben sich die 33 Kinder der Einrichtung sowie die Kolleginnen samt Koch von ihrer "Marianne" verabschiedet. Doch auch die Eltern wollten noch einmal fernab des Weihnachtstrubels die Gelegenheit nutzen, der langjährigen Erzieherin "Danke" zu sagen für ihre Arbeit - und die Unterstützung ihrer Kinder bei der persönlichen Entwicklung.

Die Kleinen kamen am Tag der Verabschiedung im Dorfgemeinschaftshaus auch zum Einsatz. Mit verschiedenen Winterliedern begrüßten die Drei- bis Sechsjährigen Marianne Herrgoss und die Gäste. Am liebsten hätte die 64-Jährige mitgesungen. "Ich singe für mein Leben gerne", erklärt sie - und fügt an: "Ich habe noch so viele Ideen."

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