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"Stiefmütterliches Gebaren"

Oliver Schwers / 22.01.2017, 19:59 Uhr - Aktualisiert 15.02.2017, 09:54
Crussow (MOZ) Wieder haben die Häuserretter zugeschlagen: Ihr drittes Bürgerschild soll auf den vom Verfall bedrohten Gutsspeicher in Crussow aufmerksam machen. Mit ihrer Aktion verlangen sie jetzt ein härteres Durchgreifen der Behörden zum Schutz von Denkmalen, notfalls mit Enteignung.

"Wir prangern mit diesem Schild alle Denkmalverlotterer und Möchtegern-Denkmalabreißer an", heißt es in einer Presseerklärung der Häuserretter, einer Gruppe ehrenamtlicher Aktivisten aus Gellmersdorf und anderen Orten. "Wir fordern auf Grundlage des bestehenden Denkmalschutzgesetzes härteres Durchgreifen der Behörden." Die Denkmalbehörde habe im Falle Crussow zum jetzigen Zustand des Gebäudes durch "vornehme Zurückhaltung" beigetragen. Das Amt müsste Fristen zur Behebung der Schäden setzen oder selbst eingreifen auf Kosten des Eigentümers.

Tatsächlich passiert am historischen Speicher des Rittergutes Crussow nichts. Vor zehn Jahren hatte es der Architekt Enzo Lung erworben. Er trat mit einem ehrgeizigen Projekt und später mit dem Verein Rittergut Crussow an die Öffentlichkeit: Strohhotel, Wintergarten für gefährdete Pflanzen, Künstlerhaus mit Atelier. Doch von all dem ist bis heute nichts zu sehen. Stattdessen liegt der Verein mit dem Landkreis Uckermark im Rechtsstreit. Es soll eine Baugenehmigung für die denkmalgerechte Sanierung geben, aber eben nicht die, die sich der Eigentümer vorstellt. Der Verein will für seine spätere Nutzung große Öffnungen mit Fenstern im Dach. Dafür solle aber zunächst ein Statiker die Standsicherheit bescheinigen. Nach einer Einigung sieht es bislang nicht aus, auch wenn der Verein inzwischen die Klage zurückgezogen hat.

Jetzt befürchten die Häuserretter aus Gellmersdorf, dass der massive Speicher dem Untergang geweiht ist. Ebenso wie das gerade auf Kosten des Steuerzahlers beseitigte Fachwerk-Denkmal in der Breiten Straße in Greiffenberg. Hier hatte der Landkreis einen Abriss verfügt, weil sich der Eigentümer überhaupt nicht mehr darum kümmerte.

Den Behörden werfen die Aktivisten Untätigkeit vor. Wenn Denkmale in Gefahr seien, müssten Anzeigen erstattet werden. "Jenes defizitäre, stiefmütterliche Gebaren bei der Umsetzung des Denkmalschutzgesetzes muss ein Ende haben", heißt es in der Presseerklärung zum dritten Bürgerschild in Crussow. "Ein Denkmal ist nicht nur Privatbesitz, sondern es ist auch unser aller kulturelles Erbe." Die Denkmalbehörden hätten einen schlechten Ruf. Ihr größtes Manko sei die Außenwirkung. "Der Bürger empfindet diese Behörde als Gängelung und Entmündigung und nicht als Bereicherung." Auf gar keinen Fall dürfe ein Bauordnungsamt mit Hilfe des "Totschlagsarguments Gefahr im Verzug" Denkmäler abreißen. Bei Nicht-Kooperation des Eigentümers verlangen die Häuserretter die Androhung der Enteignung.

Eigentümer Enzo Lung ist sauer über das Schild an seinem Bauzaun. Er hat Strafanzeige bei der Polizei gestellt. "Als unschön und beleidigend" empfindet er den Text. Doch gibt auch er dem Landkreis die Hauptschuld an dem gesamten Verfahren. "Es ist eine Schweinerei, wie man seit Jahren mit mir umgeht. Ich darf überhaupt nichts unternehmen, um das Denkmal zu schützen."

Hintergrund sei eine Baustopp-Verfügung aus dem Jahre 2014. Die sei prompt erfolgt, nachdem er der Denkmalbehörde mitgeteilt hatte, mit dem Umbau beginnen zu wollen. "Ich kann solch eine Verfügung nicht ignorieren." Die vom Kreis ausgestellte Baugenehmigung sei unter falschen Voraussetzungen ausgestellt worden. Nach seinen Recherchen durch Akteneinsicht habe es sogar Ein- und Austragungen des Rittergutsensembles aus der Denkmalliste gegeben. Für das Bauantragsverfahren habe der Eigentümer gar die Gutshofstraße erwerben müssen.

In dem ganzen Hin und Her bat Enzo Lung nach eigener Darstellung das Angermünder Rathaus um Hilfe in Form einer Mediation. Doch sei diese bis heute nicht zustande gekommen. "Mir werden immer nur Knüppel zwischen die Beine geworfen", schimpft der Bauherr.

Die Kreisverwaltung hat bisher noch keine Stellungnahme zum Rittergut Crussow abgegeben.

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matthias ciupka 24.01.2017 - 19:49:45

Häuserretter Crussow Guttsspeicher Bürgerschild 3

Crussow: Bürgerschild 3 ist an dem „Ritter“ – Gutsspeicher eines privaten Denkmalbesitzers angebracht worden. Dieser Teil vom Rittergut, geplantes Strohhotel - bald ohne Hut, gehört dem Zimmerermeester und Architekt aus de Pfalz. Wenn man solch´ Schande sieht kriegt man´n dicken Hals. Erst koofen für´n Appel und een Ei, jeschmiedet Pläne in´n Himmel, dann mit de Ämter Zickerei. Der Denkmalverlotterer hat in all den Jahren keen Finger jekrümmt. Es wird endlich Zeit das ein Anderer übernimmt. Crussower Pressemitteilung der Häuserretter zum Bürgerschild Nr.3: Crussower, Uckermärker, Denkmalretter, Denkmal und Baubehörden, Vertreter der Tourismusverbände: Wie wäre es mal ein paar Generationen weiter zudenken!? Wie wäre es das Denkmalschutzgesetz endlich mal anzuwenden Erklärung der Häuserretter: Warum haben wir das dritte „Bürgerschild“ an ein Denkmal einer Privatperson angebracht?! Weil bei allen Querelen und Auseinandersetzungen mit Bauamt oder Denkmalamt immer der Schutz des Denkmals im Vordergrund stehen muss. Für die Sicherung und den Erhalt des Zustands des Stall- und Speichergebäudes des ehemaligen Rittergutshofs in Crussow hat der Besitzer oder der Verein in einem Jahrzehnt nichts unternommen. Das ist eine Schande. Der Besitzer, der sich als Zimmermann und Architekt betitelt, und ebenso als Vereinsvorstand fungiert, sollte sich gleich zweimal schämen. Er müsste wissen, dass kleinste Schäden, zu Größeren werden. Und große Schäden über einen längeren Zeitraum zum unwiederbringlichen Substanzverlust führen. Wir prangern mit diesen Schild alle Denkmalverlotterer und Möchtegern-Denkmalabreißer an!!! Wir prangern Besitzer an, die Ihre Denkmäler aus der Denkmalschutzliste streichen lassen wollen, um in Ihrer Verschandlungslust freien Lauf zu bekommen. Wir sehen die Begleitung der praktischen Denkmalpflege als Segen und nicht als Last. Wer besonders avantgardistisch sein will, sollte doch neu bauen. Wir fordern auf Grundlage des bestehenden Denkmalschutzgesetzes härteres Durchgreifen der Behörden. Die Denkmalschutzbehörde hat zu dem jetzigen Zustand des Denkmals durch vornehme Zurückhaltung beigetragen. Es müssen vorhandene Gesetze endlich auch durchgesetzt werden. (§ 7 Erhaltungspflicht) (§ 8 Maßnahmen der Denkmalschutzbehörden, Satz 1 bis 4)Schäden müssen frühzeitig erkannt werden. Fristen zur Behebung von Schäden müssen gesetzt werden. Wenn der Besitzer nicht reagiert hat die Denkmalschutzbehörde die Möglichkeit (wir fordern die Pflicht) das Denkmal selbst zu retten. Die entstandenen Kosten werden dem Besitzer übertragen. Das hätte hier in Crussow längst umgesetzt werden müssen. Je zeitnaher die Denkmalschutzbehörde agiert, desto zumutbarer sind die Kosten. In Crussow war die Rettung des Gebäudes jahrelang zumutbar! Nun brennt es! Die Vorgabe für das Zumutbare wird in Erläuterungstexten beschrieben: Wenn das Geld nicht reicht zur Instandhaltung ist ein Teil des Grundstückes zu verkaufen. Wenn dies nicht möglich ist, ist das gesamte Objekt zu verkaufen. So kann ein geeigneter Investor gefunden werden. Das Objekt kann auch einer Stiftung zugeführt werden. Die Gemeinde selbst kann das Denkmal entwickeln oder das Land übernimmt die Verantwortung für das Gebäude. Land und Gemeinden strecken die Arme nach oben und rufen: Kein Geld in den Kassen. (Ein Hohn – Bauen lieber neue Straßen und eine Feuerwehr! Die Priorität ist eine Falsche) Die Verbindung von Wirtschaftlichkeit sollte im Denkmalbereich generell entfallen, da wir ein Kulturgut nicht in eine Wirtschaftlichkeitsberechnung pressen wollen. Ein Denkmal soll Generationen überdauern. Es hat schon Generationen überdauert! Im Denkmalschutzgesetz: §13 Anzeigepflicht wird der Denkmalbesitzer aufgefordert Schäden oder Mängel, die an seinem Denkmal auftreten unmittelbar! zu melden. Ist dies geschehen? So wie das Gebäude jetzt aussieht ist das wohl nicht passiert! Wir bitten die Behörden auch diesen Fall transparent zu machen, damit nachvollzogen werden kann, warum das Denkmal innerhalb von 10 Jahren in einen solch schlechten Zustand geraten konnte. Wir fordern ehrenamtliche Denkmalwächter und Denkmalberater und Patenschaften, sowie Vermittler/Mediatoren, wenn es zwischen Behörden und Eigentümern stockt. Denn was steht im Vordergrund. Das Denkmal! Genauso fordern wir wie in der ANGERMÜNDER PRESSEERKLÄRUNG das alle Ämter die herumfahren…Denkmalamt, Bauamt, Ordnungsamt, sowie Grünamt…nach Denkmäler schauen und Bericht ablegen. Bei nicht Kooperation des Denkmalbesitzers ist auch der Abschnitt 5 § 23 Die Enteignung unter all den vorangegangen Schritten anzuvisieren, anzudrohen und nicht auszuschließen. Jenes defizitäre, stiefmütterliche Gebaren bei der Umsetzung des Denkmalschutzgesetzes muss ein Ende haben. Ein Denkmal ist nicht nur Privatbesitz, sondern es ist auch unser aller kulturelles Erbe. Denkmalschutzbehörde dein Freund und Helfer?! Warum ist der Ruf der Denkmalbehörden so schlecht? (Bitte als Behörde mal eine Umfrage erstellen lassen zur Selbsteinschätzung. Wichtig.) Das größte Manko diese Behörde ist die Außenwirkung. Der Bürger empfindet diese Behörde als Gängelung und Entmündigung und nicht als Bereicherung. Da gibt es wohl was zu tun. Das wichtigste jedoch ist, dass keine Bauamtsabteilung mehr, unter Hilfe Name des Totschlag-Argumentes - der Gefahr im Verzug – Denkmäler abreißt. (wie gerade in Greiffenberg geschehen) Es muss lauten: Bei Gefahr im Verzug ist unmittelbar zu handeln und der Schaden ist zu beheben. Die Denkmalbehörde bekommt ausdrücklich eine genauere Spezifikation ihres erweiterten Handlungsspielraums. (ebenso unabhängige Statiker und Baugutachter) Die Prämisse gilt. Das Denkmal hat immer im Vorrang vor Wirtschaftlichkeitsinteressen, auch bei einer späten Rettung. Es wird immer im Interesse des Denkmals entschieden. Nochmal betonen wir die Wichtigkeit die Denkmäler zu erhalten für unsere nächsten Generationen. Denen eine Chance zu geben diese einzigartigen Gebäude wieder zu bespielen, auch wenn jetzt keine „Nutzung“ vorhanden ist. (Nach Zwischennutzungen ist immer zu schauen) Alle Kirchen in Brandenburg hat man saniert, in der Hoffnung, dass es wieder Christen gibt. (Obwohl wir der Meinung sind, dass die christlichen Kirchen, siehe reiche Kirchen und Vatikan, sich hierbei auch gegenseitig christlich unterstützen könnten.) Ihr Denkmalbesitzer, nehmt euch selbst ins Gewissen, gebt eure Gebäude wieder ab, sobald ihr merkt, dass es nicht zu schaffen ist. Holt euch frühzeitig Hilfe, Repariert auch die kleinen Löcher. Und wartet nicht bis es zu spät ist. Wartet nicht bis euer Nachbar eine Anzeige wegen eines herabgefallenen Ziegels tätigt. So muss Euch Bürgern klar sein, dass eine banale Ordnungswidrigkeit, eine Anzeige wegen einem runtergefallenen Ziegel, fatale Folgen für ein Denkmal haben kann. So ist immer eine Lösung in Selbsthilfe, mit der Feuerwehr in Abstimmung mit der Gemeinde zu leisten. Ein Lehmfeld zu schrauben. Ein Paar Ziegel notdecken. Den einen am Kopf zerstörten Balken abstützen. 19.1.2017 - die häuserretter - Bitte lesen Sie auch den Artikel in der MOZ: Stroh-Hotel im alten Rittergut von Cornelia Hendrich vom 13.6.2010 // Zweiter Artikel vom 1.10.2016 Kampf ums Rittergut von Stefan Csevi Crussow: Bürgerschild 3 ist an dem „Ritter“ – Gutsspeicher eines privaten Denkmalbesitzers angebracht worden. Dieser Teil vom Rittergut, geplantes Strohhotel - bald ohne Hut, gehört dem Zimmerermeester und Architekt aus de Pfalz. Wenn man solch´ Schande sieht kriegt man´n dicken Hals. Erst koofen für´n Appel und een Ei, jeschmiedet Pläne in´n Himmel, dann mit de Ämter Zickerei. Der Denkmalverlotterer hat in all den Jahren keen Finger jekrümmt. Es wird endlich Zeit das ein Anderer übernimmt. Crussower Pressemitteilung der Häuserretter zum Bürgerschild Nr.3: Crussower, Uckermärker, Denkmalretter, Denkmal und Baubehörden, Vertreter der Tourismusverbände: Wie wäre es mal ein paar Generationen weiter zudenken!? Wie wäre es das Denkmalschutzgesetz endlich mal anzuwenden Erklärung der Häuserretter: Warum haben wir das dritte „Bürgerschild“ an ein Denkmal einer Privatperson angebracht?! Weil bei allen Querelen und Auseinandersetzungen mit Bauamt oder Denkmalamt immer der Schutz des Denkmals im Vordergrund stehen muss. Für die Sicherung und den Erhalt des Zustands des Stall- und Speichergebäudes des ehemaligen Rittergutshofs in Crussow hat der Besitzer oder der Verein in einem Jahrzehnt nichts unternommen. Das ist eine Schande. Der Besitzer, der sich als Zimmermann und Architekt betitelt, und ebenso als Vereinsvorstand fungiert, sollte sich gleich zweimal schämen. Er müsste wissen, dass kleinste Schäden, zu Größeren werden. Und große Schäden über einen längeren Zeitraum zum unwiederbringlichen Substanzverlust führen. Wir prangern mit diesen Schild alle Denkmalverlotterer und Möchtegern-Denkmalabreißer an!!! Wir prangern Besitzer an, die Ihre Denkmäler aus der Denkmalschutzliste streichen lassen wollen, um in Ihrer Verschandlungslust freien Lauf zu bekommen. Wir sehen die Begleitung der praktischen Denkmalpflege als Segen und nicht als Last. Wer besonders avantgardistisch sein will, sollte doch neu bauen. Wir fordern auf Grundlage des bestehenden Denkmalschutzgesetzes härteres Durchgreifen der Behörden. Die Denkmalschutzbehörde hat zu dem jetzigen Zustand des Denkmals durch vornehme Zurückhaltung beigetragen. Es müssen vorhandene Gesetze endlich auch durchgesetzt werden. (§ 7 Erhaltungspflicht) (§ 8 Maßnahmen der Denkmalschutzbehörden, Satz 1 bis 4)Schäden müssen frühzeitig erkannt werden. Fristen zur Behebung von Schäden müssen gesetzt werden. Wenn der Besitzer nicht reagiert hat die Denkmalschutzbehörde die Möglichkeit (wir fordern die Pflicht) das Denkmal selbst zu retten. Die entstandenen Kosten werden dem Besitzer übertragen. Das hätte hier in Crussow längst umgesetzt werden müssen. Je zeitnaher die Denkmalschutzbehörde agiert, desto zumutbarer sind die Kosten. In Crussow war die Rettung des Gebäudes jahrelang zumutbar! Nun brennt es! Die Vorgabe für das Zumutbare wird in Erläuterungstexten beschrieben: Wenn das Geld nicht reicht zur Instandhaltung ist ein Teil des Grundstückes zu verkaufen. Wenn dies nicht möglich ist, ist das gesamte Objekt zu verkaufen. So kann ein geeigneter Investor gefunden werden. Das Objekt kann auch einer Stiftung zugeführt werden. Die Gemeinde selbst kann das Denkmal entwickeln oder das Land übernimmt die Verantwortung für das Gebäude. Land und Gemeinden strecken die Arme nach oben und rufen: Kein Geld in den Kassen. (Ein Hohn – Bauen lieber neue Straßen und eine Feuerwehr! Die Priorität ist eine Falsche) Die Verbindung von Wirtschaftlichkeit sollte im Denkmalbereich generell entfallen, da wir ein Kulturgut nicht in eine Wirtschaftlichkeitsberechnung pressen wollen. Ein Denkmal soll Generationen überdauern. Es hat schon Generationen überdauert! Im Denkmalschutzgesetz: §13 Anzeigepflicht wird der Denkmalbesitzer aufgefordert Schäden oder Mängel, die an seinem Denkmal auftreten unmittelbar! zu melden. Ist dies geschehen? So wie das Gebäude jetzt aussieht ist das wohl nicht passiert! Wir bitten die Behörden auch diesen Fall transparent zu machen, damit nachvollzogen werden kann, warum das Denkmal innerhalb von 10 Jahren in einen solch schlechten Zustand geraten konnte. Wir fordern ehrenamtliche Denkmalwächter und Denkmalberater und Patenschaften, sowie Vermittler/Mediatoren, wenn es zwischen Behörden und Eigentümern stockt. Denn was steht im Vordergrund. Das Denkmal! Genauso fordern wir wie in der ANGERMÜNDER PRESSEERKLÄRUNG das alle Ämter die herumfahren…Denkmalamt, Bauamt, Ordnungsamt, sowie Grünamt…nach Denkmäler schauen und Bericht ablegen. Bei nicht Kooperation des Denkmalbesitzers ist auch der Abschnitt 5 § 23 Die Enteignung unter all den vorangegangen Schritten anzuvisieren, anzudrohen und nicht auszuschließen. Jenes defizitäre, stiefmütterliche Gebaren bei der Umsetzung des Denkmalschutzgesetzes muss ein Ende haben. Ein Denkmal ist nicht nur Privatbesitz, sondern es ist auch unser aller kulturelles Erbe. Denkmalschutzbehörde dein Freund und Helfer?! Warum ist der Ruf der Denkmalbehörden so schlecht? (Bitte als Behörde mal eine Umfrage erstellen lassen zur Selbsteinschätzung. Wichtig.) Das größte Manko diese Behörde ist die Außenwirkung. Der Bürger empfindet diese Behörde als Gängelung und Entmündigung und nicht als Bereicherung. Da gibt es wohl was zu tun. Das wichtigste jedoch ist, dass keine Bauamtsabteilung mehr, unter Hilfe Name des Totschlag-Argumentes - der Gefahr im Verzug – Denkmäler abreißt. (wie gerade in Greiffenberg geschehen) Es muss lauten: Bei Gefahr im Verzug ist unmittelbar zu handeln und der Schaden ist zu beheben. Die Denkmalbehörde bekommt ausdrücklich eine genauere Spezifikation ihres erweiterten Handlungsspielraums. (ebenso unabhängige Statiker und Baugutachter) Die Prämisse gilt. Das Denkmal hat immer im Vorrang vor Wirtschaftlichkeitsinteressen, auch bei einer späten Rettung. Es wird immer im Interesse des Denkmals entschieden. Nochmal betonen wir die Wichtigkeit die Denkmäler zu erhalten für unsere nächsten Generationen. Denen eine Chance zu geben diese einzigartigen Gebäude wieder zu bespielen, auch wenn jetzt keine „Nutzung“ vorhanden ist. (Nach Zwischennutzungen ist immer zu schauen) Alle Kirchen in Brandenburg hat man saniert, in der Hoffnung, dass es wieder Christen gibt. (Obwohl wir der Meinung sind, dass die christlichen Kirchen, siehe reiche Kirchen und Vatikan, sich hierbei auch gegenseitig christlich unterstützen könnten.) Ihr Denkmalbesitzer, nehmt euch selbst ins Gewissen, gebt eure Gebäude wieder ab, sobald ihr merkt, dass es nicht zu schaffen ist. Holt euch frühzeitig Hilfe, Repariert auch die kleinen Löcher. Und wartet nicht bis es zu spät ist. Wartet nicht bis euer Nachbar eine Anzeige wegen eines herabgefallenen Ziegels tätigt. So muss Euch Bürgern klar sein, dass eine banale Ordnungswidrigkeit, eine Anzeige wegen einem runtergefallenen Ziegel, fatale Folgen für ein Denkmal haben kann. So ist immer eine Lösung in Selbsthilfe, mit der Feuerwehr in Abstimmung mit der Gemeinde zu leisten. Ein Lehmfeld zu schrauben. Ein Paar Ziegel notdecken. Den einen am Kopf zerstörten Balken abstützen. 19.1.2017 - die häuserretter - Bitte lesen Sie auch den Artikel in der MOZ: Stroh-Hotel im alten Rittergut von Cornelia Hendrich vom 13.6.2010 // Zweiter Artikel vom 1.10.2016 Kampf ums Rittergut von Stefan Csevi

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