Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Sorge über Schlacke im Untergrund

Ausgefranst: Die Kummerower Ortsdurchfahrt ist in einem schlechten Zustand. Außerdem entspricht sie nicht überall der vorgeschriebenen Breite.
Ausgefranst: Die Kummerower Ortsdurchfahrt ist in einem schlechten Zustand. Außerdem entspricht sie nicht überall der vorgeschriebenen Breite. © Foto: MOZ/Jörg Kühl
Jörg Kühl / 22.01.2017, 21:20 Uhr
Kummerow (MOZ) Die Kreisstraße in Kummerow, die gleichzeitig die Ortsdurchfahrt ist, soll nach dem Willen des Kreis-Bauausschusses in zwei Abschnitten (2017 und 2018) erneuert werden. Eine entsprechende Beschlussempfehlung haben die Ausschussmitglieder für die kommende Kreistagssitzung am 15. Februar gefasst.

Der Fachausschuss debattierte über den Straßenbau etwas länger, als über die anderen geplanten Straßenbauvorhaben. Der Grund ist, dass das rund 1,5 Millionen Euro teure Bauprojekt zwar nach allen fachlichen Gesichtspunkten kalkuliert wurde, es dennoch aber eine Unwägbarkeit gibt. Und die betrifft den Untergrund der Straße. Wie Baudezernentin Hanna Gläsmer und der für Straßenbau zuständige Sachgebietsleiter in der Kreisverwaltung Pierre Labahn darstellten, wurde im Unterbau Konverterschlacke verwendet. Das zu DDR-Zeiten einbaute Material stammt aus dem Eisenhüttenstädter Stahlwerk und hat die für den Straßenbau fatale Eigenschaft, nach einigen Jahren sein Volumen zu verändern. Risse, Aufwölbungen und Verwerfungen sind die Folge. Aus diesem Grunde musste die Oberfläche der Kreisstraße in den letzten Jahren mehrfach glattgefräst werden.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt müsse man noch prüfen, wie mit dem Material zu verfahren sei - Aufbereitung und Wiedereinbau oder Entsorgung: Beide Verfahren sind teuer. Das Ausschussmitglied Mechthild Tschierschki (Linke) forderte, die genauen Kosten noch vor Baubeginn zu ermitteln.

Labahn versicherte, mit Hilfe von vorschriftsmäßig durchgeführten Bohrungen habe man sich ein möglichst umfassendes Bild vom Untergrund gemacht. Die Dezernentin ergänzte: "Was sie ganz genau unter der Deckschicht vorfinden, sei es Schlacke, eine Torf-Linse oder sonst etwas, erfahren Sie immer erst, wenn der Fahrbahnbelag runter ist." Geplant ist, in diesem Jahr die erste Hälfte der Ortsdurchfahrt aus Richtung Leißnitz bis zum Abzweig nach Zeust in Angriff zu nehmen. Die andere Hälfte soll im kommenden Jahr folgen. In diesem Zuge wird laut der Planung die Mittelinsel am Ortseingang aus Richtung Bahrensdorf beseitigt. Die Mittelinsel am anderen Ende des Ortes bleibe erhalten.

Für den ersten Bauabschnitt ist der Zeitraum vom 3. Juli bis 6. Oktober dieses Jahres vorgesehen, der zweite Bauabschnitt wird voraussichtlich zwischen dem 9. April und dem 3. August 2018 vorgenommen.Langfristig sei vorgesehen, die Kreisstraße der Stadt Friedland zu übertragen und sie so zu einer Gemeindestraße herabzustufen.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG