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Neue Aufgaben skizziert

Eva-Martina Weyer / 23.01.2017, 06:40 Uhr
Groß Pinnow (MOZ) Mit rund 450 Mitarbeitern gehört das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) zu den großen Arbeitgebern der Landkreise Uckermark und Barnim. Bei einem Empfang für Partnergemeinden und -unternehmen hat das Fürsorgewerk neue Aufgaben beschrieben und auf 2016 zurückgeblickt.

"Ausdruck nachhaltiger Arbeit sind Jubiläen", sagte Andreas Eckhoff, Vorstandsvorsitzender des EJF. Man habe nicht nur 20 Jahre Tagesgruppe Angermünde feiern können, sondern auch 35 Jahre Diakonisch-Sozialpädagogisches Zentrum Talsand in Schwedt. "Das Zentrum gehört seit 25 Jahren zum EJF und ist uns eine Herzensangelegenheit, bei der wir die Vielfalt unserer Arbeit unter Beweis stellen können, sei es in der Behindertenhilfe, der Seniorenarbeit oder der Kinderbetreuung."

So sei zum Beispiel das Seniorenheim "Haus Harmonie" voll ausgelastet und bekäme vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen immer tolle Benotungen von 1,0 bis 1,2. "Wir wollen aber mit einem neuen ambulanten Pflegedienst dafür sorgen, dass ältere Menschen so lange wie möglich im eigenen Zuhause bleiben können", so Eckhoff weiter. "Deshalb haben wir in der Schwedter Regenbogensiedlung 2016 einen solchen Pflegedienst gegründet, in dem wir 50 Kunden betreuen."

Eckhoff bezeichnete die Schwedter Wohnbauten GmbH als sehr guten Partner, mit dem sich über Grundrisse und Baupläne reden lasse. "So können wir im April in der Regenbogensiedlung eine Tagespflege mit 30 Plätzen eröffnen. Das ist ein Angebot für Menschen, die noch nicht ins Pflegeheim möchten oder müssen." Der Vorstandsvorsitzende wies darauf hin, dass sich bauliche Anforderungen in der Behindertenhilfe stark verändert haben. "Wir müssen nachdenken, wie wir Doppelzimmer im Lebensraum Am Aquarium in Schwedt auflösen und zu Einzelzimmern machen", skizzierte er neue Aufgaben. Andreas Eckhoff dankte den Mitarbeitern des EJF. Ihr Engagement sei der Schlüssel zum Erfolg des Fürsorgewerkes.

Uckermark-Landrat Dietmar Schulze fand wertschätzende Worte für die Leistungen des Fürsorgewerkes. "Das EJF ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner im Landkreis Uckermark, wenn es um die Betreuung von Kindern und Jugendlichen, von Familien, Senioren und Menschen mit Behinderung geht", sagte Schulze. Immer wieder beschreite das Fürsorgewerk neue Wege. So sei im Oktober 2016 in Schwedt eine Wohngruppe für Menschen mit Autismus eröffnet worden. "Das EJF hat hiermit in weitem Umkreis ein Alleinstellungsmerkmal."

Schulze würdigte unter anderem die Arbeit des vom EJF betriebenen Frauenhauses in Schwedt. Es ist das einzige im Landkreis Uckermark. "Dafür stellen wir gerne Kreismittel zur Verfügung. Wir konnten sie für 2017 sogar aufstocken."

In gelöster Atmosphäre bei Saft, Sekt und gutem Essen plauderten die Anwesenden, pflegten alte Kontakte und knüpften neue. Zu den Gästen gehörten Bürgermeister der Ämter Gartz und Oder-Welse, in deren Dörfern das EJF Einrichtungen betreibt. Der Gartzer Bürgermeister Burkhard Fleischmann lobte das EJF als verlässlichen Partner für die Stadt. Im Turmhaus Gartz und in der Einrichtung am Schülerweg werden Jugendliche betreut, die neuen Halt finden müssen. "Aus den leer stehenden Gebäuden hat das EJF soziale Einrichtungen gemacht und Arbeitsplätze für Einwohner geschaffen", so Fleischmann. Der Werdegang dieser zwei Gartzer Häuser gleicht dem von anderen Fürsorgeeinrichtungen der Ämter Gartz und Oder-Welse.

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