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Mit Albrecht Seeburg ist "ein echter Marwitzer Lokalpatriot" gestorben

Albrecht Seeburg  Foto: Ingo Pahl
Albrecht Seeburg Foto: Ingo Pahl © Foto: Ingo Pahl
Robby Kupfer / 30.01.2017, 22:00 Uhr
Marwitz (rk) "Was dieser Mann für Marwitz geleistet hat, lässt sich gar nicht hoch genug einschätzen." Mit diesen Worten erinnert Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys (BfO) an Albrecht Seeburg. Der langjährige Ortsvorsteher von Marwitz ist am Freitag im Alter von 79 Jahren gestorben. "Wir hatten ein sehr langes, sehr gutes, sehr freundschaftliches Verhältnis miteinander. Und auch, wenn er oftmals seinen ganz eigenen Kopf gehabt hat, er war nicht belehrungsresistent", fügt Leys über seinen Kollegen hinzu. Bereits vor der politischen Wende habe er ihn kennen und schätzen gelernt. Damals arbeitete Peter Leys als Brigadier und Albrecht Seeburg als Werkstattleiter bei der LPG Pflanzenproduktion Eichstädt. "1990 wurden wir beide dann Bürgermeister der ersten Stunde, er in Marwitz, ich in Eichstädt. Schon damals, also noch vor der Amtsbildung, haben wir gemeinsame Projekte durchgefochten, beispielsweise die dringend benötigte Schmutzwasserleitung für beide Orte", erinnert sich Leys. Später, im Ruhestand, sei Marwitz für Seeburg "seine Arbeit, sein Fulltime-Job" gewesen. Dass sich der Ort so gut entwickelt habe, sei maßgebliches Verdienst Seeburgs. "Er wird fehlen", betont Leys.

Ähnlich äußert sich auch Dirk Jöhling, Ortsvorsteher von Schwante: "Er war ein echter Marwitzer Lokalpatriot, einer, der unglaublich viel Zeit für seinen Ort aufgebracht hat". Seeburg sei eigentlich täglich in Marwitz unterwegs gewesen. "Der wusste sofort, wenn irgendwo eine Gehwegplatte quer lag und hat für Abhilfe gesorgt", fügt Jöhling hinzu und betont ebenfalls das besondere Temperament des Verstorbenen: "Albrecht Seeburg trug sein Herz immer auf der Zunge, auch wenn er bei manchem mit seiner offenen, direkten Art aneckte." Er selbst habe Seeburg auch privat kennengelernt und ziehe den Hut vor dessen Lebensleitung. "Nicht nur als Ortsvorsteher war er unermüdlich, auch als Landwirt hatte er bis ins hohe Alter seine beiden Gehöfte tipptopp in Schuss", betont Jöhling.

Gundula Klatt, Ortsvorsteherin von Bärenklau, betont das Verbindende: "Albrecht Seeburg hat immer versucht, die Interessen der Ortsteile zu bündeln. Er war Marwitzer durch und durch, hat aber trotzdem immer über den Tellerrand geschaut. Ich habe mir oft Rat bei ihm geholt", erinnert sich Klatt.

Die Trauerfeier für den Verstorbenen findet am 7. Februar um 13 Uhr in der Marwitzer Kirche statt. Anschließend wird Albrecht Seeburg auf dem Friedhof in Marwitz beigesetzt.

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