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62 Kinder lernen Brandschutz-Einmaleins

Wer wird gewinnen? Beim Zeltlager der Jugendfeuerwehren des Amtes Falkenberg-Höhe im vergangenen Jahr begab sich der Nachwuchs auch auf eine Schnitzeljagd.
Wer wird gewinnen? Beim Zeltlager der Jugendfeuerwehren des Amtes Falkenberg-Höhe im vergangenen Jahr begab sich der Nachwuchs auch auf eine Schnitzeljagd. © Foto: Feuerwehr Falkenberg-Höhe
Heike Jänicke / 03.02.2017, 06:50 Uhr
Kruge (MOZ) Gerade in der freiwilligen Feuerwehr wird es angesichts der demografischen Entwicklung immer wichtiger, motivierten Nachwuchs zu gewinnen. Dessen ist sich auch Christian Licht bewusst. Der Amtsjugendwart von Falkenberg-Höhe ließ zur Jahreshauptversammlung im Kulturhaus Kruge das Jahr 2016 Revue passieren.

Die Feuerwehren hierzulande müssen attraktiv sein. Denn neben den Brandschützern im Ort buhlen noch andere Vereine, wie etwa der Sport- oder der Karnevalsverein, um den Nachwuchs. Im Amtsgebiet von Falkenberg-Höhe engagieren sich derzeit 62 Kinder, davon 19 Mädchen und 43 Jungen, in der Jugendfeuerwehr. Leider seien es acht Kinder weniger als 2015, bedauerte Christian Licht. Dennoch fanden neun Kinder, vor allem Mädchen, den Weg in die Jugendfeuerwehr. Das freue ihn sehr, so Licht, der seit April 2016 Amtsjugendwart von Falkenberg-Höhe ist. Ausgeschieden seien im vergangenen Jahr zehn Jungen und ein Mädchen. Die Gründe dafür sind unterschiedlicher Natur. Fünfmal gaben die Kinder einen Wohnortwechsel als Grund an. Zwei Jugendliche verabschiedeten sich wegen einer anstehenden Ausbildung. Einmal gab es auch einen Wechsel in einen anderen Verein. Dennoch hat sich die Arbeit gelohnt: sechs Mitglieder der Jugendfeuerwehr konnten in die Einsatzabteilung aufgenommen werden, berichtete Christian Licht.

Der 33-Jährige kann sich dabei auf die acht Jugendwarte im Falkenberg-Höhe - Jennifer Altmann, Daniela Singetan, Stefan Schindler, Ronald Rose, Ralph Stark, Victoria Petry, Geraldine Fourmont und Claudia Hentler - verlassen. Sie binden freiwillig eine Menge Zeit ans Bein, um den Nachwuchs zu fördern. Das waren allein im vergangenen Jahr insgesamt 10 436 Stunden, zog Christian Licht Bilanz. Diese Zeit investierten sie in die feuerwehrtechnische Ausbildung, in die allgemeine Jugendarbeit, Versammlungen, Fahrten und Weiterbildung. So konnten zwei Jugendwarte die Jugendleiter-Card-Ausbildung (Juleica) erfolgreich absolvieren und sich damit nach bundesweit einheitlichen Regeln für die ehrenamtliche Arbeit im Jugendbereich qualifizieren. Fast alle Jugendwarte können nun diesen Nachweis erbringen. Ferner weilten drei Jugendwarte aus dem Löschzug 2 (dazu gehören die Löschgruppen Beiersdorf, Brunow, Freudenberg, Heckelberg und Leuenberg) zum Lehrgang für Brandschutzerzieher.

Sicher noch allen gut in Erinnerung sein wird das Zeltlager. Das fand in Leuenberg statt. Die Kita "Eichhörnchen", die sich in Trägerschaft der Stiftung SPI befindet, hatte, wie Christian Licht berichtete, dafür das Kita-Gebäude und das Gelände zur Verfügung gestellt. "Dafür möchte ich mich noch einmal bei der Kita-Leiterin bedanken", so der Amtsjugendwart. Nicole Schwarz hörte dies gern. Sie weilte unter den Gästen des Abends. Drei Tage lang hatten die Kinder und Jugendlichen jede Menge Spaß. Die Aktivitäten reichten von der Nachtwanderung über eine Schnitzeljagd bis hin zu Übungen der Ersten Hilfe und zur Feuerwehrtechnik. Das Jahr endete mit der Weihnachtsfeier. Die verlief aber diesmal ganz anders, nämlich mit einem Ausflug in die Erlebnis-City Oranienburg.

Für dieses Jahr plant die Amtsjugendfeuerwehr von Falkenberg-Höhe ein gemeinsames Zeltlager mit der Stadt Freienwalde und den Ortsteilen. Doch vor dem Vergnügen kommt auch beim Feuerwehrnachwuchs erst die Arbeit. "Wir wollen in diesem Jahr die Jugendflamme, Stufe 3, ablegen", gibt Christian Licht die Marschrichtung vor.

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