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"Ein herrliches Fleckchen Erde"

Stellen sich den Herausforderungen: Vor gut einem Jahr ist Koch Christian Bauer (l.) zum Team dazugestoßen. Er unterstützt Inhaber Dan Weiß auf dem weitläufigen Areal in Kossenblatt.
Stellen sich den Herausforderungen: Vor gut einem Jahr ist Koch Christian Bauer (l.) zum Team dazugestoßen. Er unterstützt Inhaber Dan Weiß auf dem weitläufigen Areal in Kossenblatt. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Tatjana Littig / 03.02.2017, 21:07 Uhr
Kossenblatt (MOZ) "Das Gut Kossenblatt könnte zu einem Leuchtturm in der Region werden", sagte Tauches Bürgermeister Gerd Mai in einem Interview mit dem Oder-Spree Journal. Seit Ende 2013 bewirtschaften Dan Weiß und Anna Fiebig das Areal - für die Zukunft haben sie große Pläne.

"Da habe ich schon gestaunt", sagt Dan Weiß und lacht herzlich, als er auf das Interview mit dem Bürgermeister angesprochen wird. Im Dezember 2013 haben er und seine Frau das Gut Kossenblatt samt Ensemble erworben. Etwa ein Jahr lang haben die beiden nach einem Objekt in der Nähe von Berlin gesucht. Ganz zufällig entdeckten sie dann das Gut Kossenblatt während eines Ausflugs. "Wir waren hier paddeln", erzählt Dan Weiß. Es war Liebe auf den ersten Blick.

Auch Jahre später begeistert ihn die Umgebung. "Was für ein herrliches Fleckchen Erde. Das ist Natur pur", platzt es aus ihm heraus. Regelmäßig pendelt er nach Berlin, dort ist er im IT-Bereich selbstständig. Studiert hat er Bauingenieurwesen. Was er sich in Kossenblatt eingebrockt hat, weiß er durchaus. "Ich habe ein Faible für alte Gebäude", erklärt er. Ende 2015 haben er und Anna Fiebig auch das angrenzende Schloss auf der Spreeinsel gekauft und damit einen jahrelangen Rechtsstreit zwischen der Gemeinde Tauche und den Alteigentümern beendet.

Große Pläne gibt es für das gesamte Areal - "und ziemlich viele finanzielle Verpflichtungen", so der Inhaber. Für einen Grundstock sorgen die Mieteinnahmen. 14 Mietparteien sind auf dem Gelände zu Hause. Zwei weitere Wohnungen sollen bis Mitte des Jahres saniert werden. Ansonsten steht für das Frühjahr der Außenbereich im Fokus. Biergarten und Gutshof sollen ebenso wie ein Holzbackofen und der Park am Schloss hergerichtet werden. Anfang März, am 4. und 5., wird zum ersten Mal hier Fastnacht gefeiert - in einer alten Scheune und in einem Zelt auf dem Gutshof.

"Am ersten Aprilwochenende gehen wir wieder in den Restaurantbetrieb", erzählt Christian Bauer. Der gebürtige Beeskower ist vor gut einem Jahr zum Team dazugestoßen und kredenzt Gästen in der Saison von Freitag bis Sonntag regionale und saisonale Speisen. Derzeit wird sein Arbeitsbereich neu gemacht: die Küche im Gutshaus.

Ab April wird auch die Veranstaltungsreihe "Klingt gut" fortgesetzte. Dann präsentieren sich an jedem ersten Freitag im Monat Musiker vor herrlicher Kulisse. "Überraschungen", kündigt der 42-Inhaber an. Im vergangenen Jahr überzeugten Singer-Songwriter aus Schweden, England und Australien.

Zu den Osterfeiertagen plant das Team, Restaurantgäste mit einem Vier-Gänge-Menü zu verwöhnen - Anmeldung Pflicht. Dann führt Dan Weiß Besucher sonnabends auch wieder durch das Schloss. Geschichten zu dem Gebäude und dem Gutshaus hat er reichlich in petto - von deren Entstehung bis zu Friedrich Wilhelm I.

Ende April soll unten am Schloss in den Mai getanzt werden. "Livemusik, Lagerfeuer, Tanz und kulinarische Leckereien", kündigt der Berliner an. An Himmelfahrt ist auch eine große Sause vorgesehen und am 24. Juni ein Sommerfest für Groß und Klein. Mit dabei: das Grips-Theater aus der Hauptstadt. Ende August wird es den zweiten Schlosstriathlon geben und am zweiten Adventswochenende einen Weihnachtsmarkt am Schloss. Damit nicht genug: "Für die Wochenenden werden wir uns kleine Events überlegen", verspricht der Inhaber.

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