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Per Postkarte Historie erzählen

Kolorierte Postkarte: Diese stammt aus der Postkartensammlung von Sven Bartuschek. Mit anderen historischen Ansichten des heutigen Altlandsberger Ortsteils hat sie der Bruchmühler zu einem kleinen Kalender vereint
Kolorierte Postkarte: Diese stammt aus der Postkartensammlung von Sven Bartuschek. Mit anderen historischen Ansichten des heutigen Altlandsberger Ortsteils hat sie der Bruchmühler zu einem kleinen Kalender vereint © Foto: MOZ/Gerd Markert
Gabriele Rataj / 09.02.2017, 06:23 Uhr
Bruchmühle (MOZ) Den Kalender mit historischen Ansichten aus dem Ort auf alten Postkarten gab es zunächst nur als Test. Doch inzwischen überlegen die Akteure und Sammler, dazu eine Ausstellung auf die Beine zu bringen.

Mal ist es die Jugendstil-Villa, mal die alte Dorfschule, mal das sogenannte Säulenhaus, das auf alten Postkarten abgebildet ist. Aber auch das damals noch gut gefüllte Mühlenfließ zwischen Brücke und Mühle, ganze Straßenzüge oder Aufnahmen aus der Vogelperspektive zeigen die alten Postkarten.

Inzwischen hat Sven Bartuschek mehr als 40 solcher historischer Ansichten in seiner Sammlung gut verwahrt. Dafür nutzt er in seiner Freizeit Ansichtskartenbörsen, das Internet, Haushaltsauflösungen, allerhand Zeit und Geld. Der Bruchmühler, dessen Familie zu den Ur-Besiedlern der Ortschaft gehört, zählt das neben seinen Aktivitäten mit der Nabu-Gruppe Altlandsberg zu einer weiteren Leidenschaft.

Als ihn Gerhard Barth vom Ortsbeirat ansprach, ob er nicht mit diesen oder anderen alten Postkarten einen Kalender am Computer erstellen könnte, sagte er gern ja. Allerdings seien die wenigen Exemplare eher als Test gedacht gewesen, berichtet Bartuschek, denn die wenigen Exemplare waren zunächst mehr Dankeschön-Geschenk an verschiedene Personen.

"Hier", zeigt Barth eine andere Postkarte mit der sogenannten Liebeseiche, die noch heute vor Radebrück an der Straße steht, "so gewaltig war der Baum einmal." Und sechs Gaststätten habe Bruchmühle mal besessen, was heute unvorstellbar sei. Jetzt überlegen die beiden Akteure, aus den verschiedenen Postkartensammlungen mal eine Ausstellung auf die Beine zu bringen.

Denn auch Gerhard Barth besitzt alte Exemplare und dazu noch Peter Sagert, ebenfalls leidenschaftlicher Sammler. Gerade die jetzt 70-, 80-, 90-Jährigen könnten dazu sicher noch manches erzählen, was Bewahrenswert sei, denkt Gerhard Barth.

Übrigens: Auch die Webseite Bruchmühles zeigt sehenswerte historische Ansichten in einer Fotogalerie.

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