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Es riecht nach Diesel in Meseberg

Aufnahmen in schwarz-weiß: Das Gesicht des Mannes, der den Diesel aus dem Mähdrescher auf dem Gelände der Meseberger Landwirtschafts GmbH abzapft, ist nicht zu erkennen.
Aufnahmen in schwarz-weiß: Das Gesicht des Mannes, der den Diesel aus dem Mähdrescher auf dem Gelände der Meseberger Landwirtschafts GmbH abzapft, ist nicht zu erkennen. © Foto: MZV
Mandy Oys / 10.02.2017, 06:30 Uhr
Meseberg (GZ) Mehr als fünf Monate sind vergangen, seit Dirk Schwarzbach bestohlen wurde. Vier Mal waren die Tanks seiner Landmaschinen im vergangenen Sommer angezapft, 1 000 Liter Diesel gestohlen worden. Als Schwarzbach vor einer Woche die Meldung von mutmaßlichen Dieseldieben in Dannenwalde las, griff er zum Telefonhörer. Das Alter, das Fabrikat des Autos - es passte alles. Schwarzbach hält den 38-Jährigen, der am 1. Februar in Dannenwalde geschnappt wurde, für denselben Mann, der auch ihn bestohlen hat. Das Telefonat mit der Polizei brachte den Meseberger Landwirt allerdings nicht weiter. Identifizierung ausgeschlossen war das abschließende Urteil in seinem Fall gewesen.

Die Aufnahmen, die Schwarzbach beim vierten Diebstahl Ende August mit einer Wildkamera gemacht hatte, lassen sich nicht verwerten. Die Qualität ist zu schlecht. Anhand dieser Aufnahmen kann Dirk Schwarzbachs Verdacht, dass es sich um einen Mann aus einem Nachbarort handelt, nicht bewiesen werden, erklärte Dörte Röhrs von der Polizeidirektion Nord. "Der kann immer munter weitermachen", ist Schwarzbachs Kommentar dazu. Obwohl er polizeilich bekannt ist, wie die Behörden selbst angaben.

Die Akte zum Dieseldiebstahl bei Schwarzbach war zwischenzeitlich von der Staatsanwaltschaft begutachtet worden, wurde aber schließlich zurück zur zuständigen Sachbearbeiterin bei der Polizei gesandt, bestätigte Oberstaatsanwalt Jürgen Schiermeyer auf Nachfrage. Da die Akte nicht mehr im Hause ist, kannte Schiermeyer den Grund für die Rückgabe nicht. Eingestellt ist das Verfahren jedenfalls noch nicht, sagte er. Welche Nacharbeiten noch für nötig befunden wurden, konnte auch die Polizei nicht beantworten. Die zuständige Sachbearbeiterin war nicht erreichbar. Dörte Röhrs erklärte aber, dass das Verfahren weiter gegen unbekannt läuft. Sollte es eingestellt werden, könne es bei neuen Erkenntnissen jederzeit aktiviert werden.

Wie Polizeisprecher Toralf Reinhardt am Donnerstag bestätigte, werde intensiv geprüft, ob den Dannenwalder Dieseldieben weitere Vergehen nachgewiesen werden können. Es sei nicht auszuschließen. Zumal die Täter eben "mehr oder minder einschlägig bekannt sind". Die Spurenauswertung laufe. Der zweite Täter - neben dem 38-Jährigen saß eine Frau im Alter von 37 Jahren im Daimler - habe jedoch wieder entlassen werden müssen.

Streifenpolizisten hatten die Beiden im Daimler gestoppt, weil sie am späten Abend des 1. Februar von der Baustelle bei Dannenwalde auf die B 96 fuhren. Beide rochen nach Diesel. Die Spur ihres Autos führte zu leeren Kanistern im Wald.

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