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Badinger Eisangler des Winters gesucht

Aller Anfang ist schwer: Wer Angeln will, der muss das Eis, wie links Sven Krausel, erst aufbohren.
Aller Anfang ist schwer: Wer Angeln will, der muss das Eis, wie links Sven Krausel, erst aufbohren. © Foto: MZV
Volkmar Ernst / 13.02.2017, 07:15 Uhr - Aktualisiert 13.02.2017, 18:19
Badingen (GZ) Knapp eine halbe Stunde steht Klaus-Dieter Fechner vom Badinger Angelverein vor seinem Eisloch. Gleich am Rand liegen bereits 13 Plötzen. Leider alle viel zu klein, um sie in der Pfanne zu braten. "Die haben so viele kleine Gräten, da sitzt man nur und spuckt, das macht keinen Spaß", stellt Fechner klar. Doch die Plötzen wieder ins Wasser zu werfen, geht auch nicht. So werden sie als Viehfutter verwendet. "Katzen mögen Fische, Hühner aber auch", so Fechner weiter.

Die Mitglieder des Badinger Alngerverein luden am Sonnabend zum Hegefischen und Eisangeln ein
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Eisangeln in Badingen

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Das Anglerglück seines Kollegen nimmt Dethlev Czech gelassen zur Kenntnis. Im Gegensatz zu Fechner, der in der Nähe des Schilfgürtels steht, hat sich Czech einen Platz fast in der Mitte des kleinen Gewässers am Badinger Pumpenhaus ausgesucht. Während Fechner in der Nähe des Schilfgürtes einen fast windstillen Ort gefunden hat, braust der Wind um Czechs Ohren. "Da muss man durch. Dafür gibt's warme Sachen", erklärt Czech und fügt gleich noch hinzu: "Abgerechnet wird am Schluss." Denn mit solch kleinen Plötzen, wie sie Fechner aus dem Eis holt, will sich Czech nicht zufriedengeben. "Der Hecht als Raubfisch macht auf die Plötzen Jagd. Deshalb bleiben vor allem die kleinen Tiere in der Nähe des Schilfgürtels. Dort können sie sich gut verstecken. Aber mit reicht eine große Plötze, mal sehen, vielleicht habe ich Glück", sagt Czech und lacht verschmitzt. Tatsächlich handelt es sich beim Badinger Eisangeln, das um 13 Uhr beginnt, um einen Wettbewerb. Nach zwei Stunden endet die Arbeit und beginnt das Spektakel. Dann packen die Teilnehmer, etwa 35 waren es diesmal, die Ruten ein und es geht ans Ufer - wo der Fang dann gewogen wird. Gewinner ist der, bei dem die Nadel der Waage am weitesten ausschlägt.

Dort am Rande des Gewässers hat Frank Bartel vom Vorstand bereits ein wärmendes Feuer entzündet. Auch Bier und Glühwein stehen bereit. Außerdem hat er den Grill angeheizt und die ersten Würstchen bereits fertig, wenn die durchgefrorenen Angler bei ihm auftauchen.

"Das Eisangeln ist einfach ein Spaßwettbewerb, auf den sich alle freuen und zu dem wir spontan einladen, eben wenn es richtig friert. Wir treffen uns dann draußen, haben Spaß beim Angeln, hoffen natürlich alle auf den Gewinn. Aber es reicht auch aus, sich am Feuer zu treffen und einfach einen schönen Tag zu haben", erklärt Sven Krausel vom Vorstand die Einladung.

Den Platz auf dem Siegertreppchen konnte sich schließlich Angelfrendin Jacqueline Brunow sicheren, die 2 060 Gramm Fisch aus dem Eis holte. Klaus-Dieter Fechner verwies sie auf den zweiten Platz. Er hat 1 860 Gramm Fisch geangelt.

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