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Schuss auf Rambo bleibt ohne Konsequenzen

September 2016: Dem kleinen Rambo musste vom Tierarzt ein Geschoss aus dem Bauch entfernt werden.
September 2016: Dem kleinen Rambo musste vom Tierarzt ein Geschoss aus dem Bauch entfernt werden. © Foto: MZV
Markus Kluge / 15.02.2017, 20:42 Uhr
Lobeofsund (kus) Die Ermittlungen im Fall des angeschossenen Hundes Rambo sind beendet - allerdings ohne befriedigendes Ergebnis für Halterin Beatrix Opatz-Köhler. Das Verfahren um den Schuss, der im September 2016 in Lobeofsund auf den kleinen Vierbeiner abgegeben wurde, ist von der Staatsanwaltschaft Neuruppin vor wenigen Tagen eingestellt worden.

Zur Begründung heißt es laut Opatz-Köhler in dem Schreiben, dass der Täter nicht ermittelt werden konnte, Zeugen nicht vorhanden sind und sich der Tatverdacht nicht bestätigt hat. "Ich bin darüber sehr erbost. Und ich überlege, ob ich dagegen nicht Beschwerde einlege", sagte sie. Nach ihrem Dafürhalten ist der Fall sonnenklar.

Schließlich überquerte der kleine Havaneser-Malteser-Mischling an einem Freitagnachmittag gerade die Straße zwischen ihrem Grundstück und dem ihrer Nachbarn, als er von einem Projektil eines Luftgewehres getroffen wurde, aufjaulte und liegen blieb. "Mein Sohn hat zu der Zeit draußen Rasen gemäht", sagt sie. Er habe kurz nach dem Schuss gesehen, wie auf dem Nachbargrundstück jemand aus der Scheune kam. Eine andere Person sei zu diesem Zeitpunkt weit und breit nicht zu sehen gewesen. Dazu sei ihr Sohn nur einmal von der Polizei am Telefon befragt worden, so Opatz-Köhler. Zudem habe sich seit diesem Tag auch das Verhalten des mutmaßlichen Schützen verändert.

Für die Ermittler ist der Fall nicht so eindeutig. "Es gab aber nur einen vagen Verdacht. Der hat sich in den weiteren Ermittlungen aber nicht bestätigt", sagte Oberstaatsanwalt Detlef Hommes. Dass manchen Beteiligten die Situation klar erscheint und für sie keine Fragen offen sind, komme auch bei anderen Delikten häufiger vor. "In diesem Fall reicht es aber nicht zu einer Anklage", stellte Hommes klar.

Beatrix Opatz-Köhler kann das nicht nachvollziehen. Im Fall eines schwer misshandelten Hundes in Wuthenow hat es auch einen Prozess gegeben, bei dem ein Schuldiger verurteilt wurde. "Die Tat an sich hat aber auch niemand gesehen", sagte sie. Immerhin ist sie froh, dass es ihrem Rambo wieder gut geht und er die Operation, bei der das Projektil entfernt wurde, gut überstanden hat.

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