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Gemeindebibliothek Hoppegarten und Gruppe machart laden wieder zu Einfach lesen! / Vier hochkarätige Abende vorbereitet

2017 - ein entscheidendes Jahr

Das Programm steht: Raymund Stolze freut sich auf vier hochinteressante Autoren, ihre Bücher, Gedanken, eine Podiumsdiskussion über Luther und Lyrik im Herbst.
Das Programm steht: Raymund Stolze freut sich auf vier hochinteressante Autoren, ihre Bücher, Gedanken, eine Podiumsdiskussion über Luther und Lyrik im Herbst. © Foto: MOZ/Gerd Markert
Margrit Meier / 16.02.2017, 06:46 Uhr
Hoppegarten (MOZ) Sie tun es wieder: Gemeindebibliothekarin Sandra Butte und Raymund Stolze von der Gruppe machart im Hönower Bürgerverein haben wieder eine Reihe Einfach lesen! zusammengestellt und bereiten Einfach sehen! vor.

Auch das zweite Jahr der Kooperation zwischen der Gruppe machart und der Gemeindebibliothek soll wieder ein voller Erfolg werden. Den Weg dafür haben Bibliothekarin Sandra Butte und Raymund Stolze bereitet, denn sie haben hochinteressante Autoren gebeten, nach Hoppegarten zu kommen, zu lesen, sich dem Gespräch zu stellen und ihre Bücher zu signieren.

Den Reigen der Einfach lesen!-Reihe 2017 wird am 21. April Jörn Klare eröffnen. Er liest aus seinem Buch "Nach Hause gehen - eine Heimatsuche". "In diesem Jahr steht unsere Reihe unter dem Titel ,Entscheidendes Jahr'. Und da passt dieser Autor meines Erachtens hervorragend rein. Wir haben ein wichtiges Wahljahr vor uns, das auch Auswirkungen auf Europa haben wird. Und da stellt sich schon die Frage, was ist Heimat? Ist Deutschland Heimat? Wird sich Deutschland verändern", sagt Raymund Stolze.

Einige Antworten liefert möglicherweise Jörn Klare, der wissen wollte: Wohin gehöre ich in einer Welt, die sich immer schneller wandelt? Der in Berlin lebende Autor hat sich im wahrsten Sinne des Wortes auf die Heimatsuche begeben. Und ist in rund 30 Tagen mehr als 600 Kilometer gelaufen. In sein Heimatstädtchen Hohenlimburg.

Spannend dürfte auch der 23. Juni werden. Denn dann widmet sich der Historiker und Philosoph Klaus-Rüdiger Mai der Frage: "Gehört Luther zu Deutschland? Ist er überholt oder taugt er auch für das 21. Jahrhundert? "Dieser Abend ist unser ganz spezieller Beitrag zum Luther-Jahr", erklärt Stolze. Und: Klaus-Rüdiger Mai will nicht nur lesen, sondern sucht das Gespräch. Deshalb soll es auch eine Podiumsdiskussion geben. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Georg von der Marwitz hat dafür bereits zugesagt. Wer sich auf diesen Abend speziell vorbereiten mag oder jetzt schon neugierig geworden ist, der kann sich in den Bibliotheken in Hoppegarten, Neuenhagen und Hönow vorab schlau machen. Die Bücher der ersten beiden Lesungen gibt es dort in der Ausleihe.

Der erste Lese-Abend nach der Sommerpause ist gleichfalls sehr zu empfehlen. Der Autor, Politikwissenschaftler und Germanist Volker Weidermann wird am 29. September im Gemeindesaal aus seinem Buch "Ostende, 1936 Sommer der Freundschaft" lesen. Darin geht es um die Schriftsteller Stefan Zweig und Joseph Roth. Und eine Zeit des Umbruchs, in der in der Heimat Bücher verboten werden, sich die Lage täglich zuspitzt ...

"Ich freue mich sehr auf diesen Abend, haben wir es doch bei Volker Weidermann auch mit dem neuen Reich-Ranicki zu tun. Erstmals wird er am 5. März das literarische Quartett moderieren", sagt Stolze.

Den Reigen der Einfach lesen!-Serie in diesem Jahr beendet Ingolf Brökel. Und auch dieser Abend birgt eine Besonderheit, denn es wird lyrisch zugehen. "Wir haben Ingolf Brökel dann zum dritten Mal bei uns in Hoppegarten zu Gast. Bei der ersten Nachlese-Ausstellung war er dabei, aber auch bei der Eröffnung der Fotoausstellung seiner Lebensgefährtin Ulrike Ertel. Und das hat uns so gut gefallen, dass wir ihn vor Kurzem baten, uns an den Wannsee zu begleiten. Bei der Hafenrevue bekamen wir die Gelegenheit, unsere Vorhaben in diesem Jahr vorzustellen. Brökel war mit dabei und las seine Gedichte", sagt Stolze.

Schnörkellos und nüchtern, lakonisch und sehr präzise werden die Gedichte von Ingolf Brökel von der Kritik beschrieben. Wer sie hören möchte, sollte sich den 17. November vormerken.

Vorbereitet wird derzeit auch die Reihe Einfach sehen!. Allerdings gibt es da noch ein paar Terminprobleme, räumt Stolze ein. Dokumentarfilme von Regisseurinnen bzw. über Frauen sollen 2017 im Mittelpunkt stehen. Fest steht der Auftakt-Termin am 24. März. "Ich will da sein - Jenny Gröllmann" wird dann gezeigt. Regisseurin Petra Weisenburger hat die Schauspielerin zwei Jahre lang begleitet. Sie steht nach der Aufführung zum Gespräch bereit.

Bisher noch nirgends zu sehen war der Film von Produzent Klaus Schmutzler, der einen Streifen über die Fußballerinnen von Turbine Potsdam gedreht hat. Schon während des Drehs hat er zugesagt, ihn in Hoppegarten zu zeigen. Auch Tamara Trampe wird in Hoppegarten erwartet und ihre eigene Familiengeschichte "Meine Mutter, ein Krieg und ich" zeigen.

Alle Lesungen und die bereits terminierte Filmvorführung beginnen um 20 Uhr im Gemeindesaal Hoppegarten, Lindenallee 14.

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