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Hürdenlauf in Ahrensdorf

Bitte nicht stolpern: Jürgen Jähnig, Ortsvorsteher von Ahrensdorf, und seine Vorgängerin Karin Kahl beim Rundgang
Bitte nicht stolpern: Jürgen Jähnig, Ortsvorsteher von Ahrensdorf, und seine Vorgängerin Karin Kahl beim Rundgang © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Tatjana Littig / 19.02.2017, 07:12 Uhr
Ahrensdorf (MOZ) Im Protokoll zur vergangenen Ortsbeiratssitzung in Ahrensdorf wurde unter dem Punkt "notwendige Investitionen" der Gehwegbau zwischen den Grundstücken in der Lindenstraße 3 bis 23 aufgeführt. "Oberste Priorität!!!" steht dahinter vermerkt. Bei einem Rundgang durchs Dorf zeigen Ortsvorsteher Jürgen Jähnig und seine Vorgängerin Karin Kahl, warum ihnen dieser Punkt so wichtig ist. Der Gehweg gleicht einem Trampelpfad: Er ist uneben und nicht richtig befestigt. "Wir sind hier nicht alles Hürdenläufer", kommentiert Karin Kahl, den Blick stets nach unten gerichtet, um ja nicht zu stolpern.

Die gebürtige Ahrensdorferin ist im Ortsbeirat aktiv und die Stellvertreterin von Jürgen Jähnig. "Der Gehweg ist schon seit mindestens Anfang 2000 Thema bei uns", erzählt sie. Jahre später ein Hoffnungsschimmer: In einem Schreiben, das auf den 25. Mai 2004 datiert und von Olaf Klempert, dem Bürgermeister der Gemeinde Rietz-Neuendorf, unterzeichnet ist, steht, dass vorgeschlagen wird, Ahrensdorf in das Bundesprogramm der Dorferneuerung aufzunehmen. Warum danach nichts passiert ist? "Das Programm lief aus", antwortet Karin Kahl.

Jürgen Jähnig verweist auf die Wortmeldung eines 80-jährigen Dorfbewohners auf der Ortsbeiratssitzung. Der habe sich über den Zustand des Bürgersteigs beschwert. Aus Sicherheitsgründen benutze er diesen nicht mehr und laufe stattdessen auf der Straße. Dabei sei er bereits von der Polizei angehalten worden. "Wir wissen uns langsam nicht mehr zu helfen", so der Ortsvorsteher. Er betont, dass er wert darauf lege, dass der Punkt im Aufgabenkatalog der Gemeinde nicht untergehe.

Dabei ist der Gehweg nicht das einzige Ärgernis im Dorf. Vor dem Dorfgemeinschaftshaus bilde sich eine "Seenlandschaft" bei Regen, berichtet Karin Kahl. Auch die Anliegerstraße zwischen den Hausnummern 31 bis 35 bereitet ihr und Jürgen Jähnig Sorgen. Sie weist lauter Löcher auf. "Wenn eine Beerdigung stattfindet müssen die Trauernden mit Rollatoren im Slalom um die Pfützen fahren", sagt der Ortsvorsteher.

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