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Bürokratie ist mehr geworden

HWK-Präsident Robert Wüst (re.) informierte sich in Betrieben im Landkreis, wie bei PPT in Nuthetal.
HWK-Präsident Robert Wüst (re.) informierte sich in Betrieben im Landkreis, wie bei PPT in Nuthetal. © Foto: MZV
Thomas Baake / 20.02.2017, 08:15 Uhr
Groß Kreutz (MZV) Traditionelle Vor-Ort-Gespräche in verschiedenen Betrieben im Landkreis Potsdam-Mittelmark führten Handwerkskammer-Präsident Robert Wüst und sein Vize Burghard Ehlert durch. Während Wüst unter anderem bei der PPT Gruppe in Nuthetal war, machte Ehlert zusammen mit Geschäftsführerin Heike Liere Station in Groß Kreutz bei Schornsteinfegermeister Kristian Titsch. "Wo drückt denn der Schuh?", wollte die Handwerkskammer (HWK) wissen. Und so konnte Titsch sich einfach mal alles von der Seele reden und die Nöte erklären. Die Qualität des Handwerks fällt und steht mit den Mitarbeitern, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. Derzeit hat Titsch einen Lehrling und einen Gesellen bei sich angestellt. Der Azubi war zuvor Praktikant und hat Interesse am Handwerk des Schornsteinfegers. "Er ist aus der Region und macht prima Arbeit", so Titsch über den Auszubildenden. Apropos Arbeit: Die Schornsteinfeger klettern nicht nur auf die Dächer um den Schornstein zu reinigen. Sie müssen jetzt auch mehr bürokratische Dinge erledigen. Formulare ausfüllen und hinterher telefonieren, gerade wenn der Kunde den Schornsteinfegerbetrieb wechseln will - ein riesiger Aufwand für lau. Aus diesem Grund will Titsch zum März eine Bürokraft einstellen. Der Verwaltungsaufwand ist nach dem reformierten Schornsteinfegerhandwerk größer geworden und eine Verbesserung ist laut Titsch nicht zu erkennen. Das Wartungsverhalten bei den Heizungen hat sich mit dem reformierten Schornsteinfegerhandwerk bei den Kunden nicht geändert. Einmal im Jahr ist eine Wartung angesagt. Die Termine hierfür werden zugeschickt. Fazit des Gesprächs mit der HWK ist, dass genug Arbeit für die Schornsteinfeger da ist. Allerdings müssen auch verlässliche Arbeitskräfte im Betrieb sein. Es besteht die Tendenz im Handwerk, dass Bewerber nicht zu Vorstellungsgesprächen erscheinen. "Kleine und gesunde statt aufgeblähte und ungesunde Brötchen backen", äußert sich Titsch zum Dienstleistungsangebot seines Betriebs.

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