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Mischfutterwerk plant Ausbau

Protestierendes Quartett: Tierschutz-Aktivisten demonstrieren vor dem Bürgerhaus Berkenbrück gegen ein Investitionsvorhaben von FGL in Fürstenwalde.
Protestierendes Quartett: Tierschutz-Aktivisten demonstrieren vor dem Bürgerhaus Berkenbrück gegen ein Investitionsvorhaben von FGL in Fürstenwalde. © Foto: MOZ/Bernhard Schwiete
Bernhard Schwiete / 22.02.2017, 07:35 Uhr
Berkenbrück/Fürstenwalde (MOZ) Eine Entscheidung steht noch aus, doch die Unternehmens-Verantwortlichen sind zuversichtlich: Im Bürgerhaus Berkenbrück hat am Dienstag ein sogenannter Erörterungstermin für ein Investitionsvorhaben des Tierfutter-Produzenten FGL in Fürstenwalde stattgefunden. Vor der Veranstaltung demonstrierten vier Tierschutz-Aktivisten gegen die Pläne des Unternehmens.

Die FGL GmbH will an ihrem Standort in der Lindenstraße neue Maschinen errichten. Dadurch soll die Produktionskapazität des Mischfutterwerks von 600 Tonnen pro Tag auf das doppelte steigen. Verarbeitet wird in der Anlage, die sich auf dem Werksgelände im turmartigen Gebäude neben dem Silo befindet, unter anderem Fischmehl.

Der Erörterungstermin fand statt, weil das Vorhaben laut Bundesimmissionsschutzgesetz genehmigungspflichtig ist und weil auf die vorgeschriebene öffentliche Auslegung der Pläne zwei Einwendungen eingegangen waren. Zuständig für die Genehmigung ist das Landesamt für Umweltschutz, unter dessen Regie auch die Erörterung stattfand. Eine Entscheidung wird nun im Nachgang getroffen.

In der Geschäftsführung von FGL erachtet man die Angelegenheit als Formsache. "Wir sind mit dem Verlauf der Erörterung zufrieden. Wir gehen von einer Genehmigung aus, natürlich", hieß es von dort am Dienstagnachmittag. Zum finanziellen Ausmaß der Investition wollte sich das Unternehmen am Dienstag nicht äußern. Dabei markiert sie in gewisser Weise eine Trendwende. Im Zuge der Diskussion um den fehlenden Ausbau der Fürstenwalder Schleuse hatte FGL vor gut drei Jahren berichtet, die Eigentümerin des Unternehmens, die Agravis AG, haben einen Investitionsstopp für den Standort Fürstenwalde verhängt.

Im Vorfeld der Erörterung hatte das Bündnis "Tierfabriken-Widerstand" zu einer Demonstration in Berkenbrück gegen die FGL-Pläne aufgerufen. Bei Regenwetter fanden sich vier Protestierende vor dem Bürgerhaus ein. Aus den Reihen der Tierschützer waren auch die beiden formalen Einwendungen gegen das Vorhaben gekommen. Tierfabriken-Widerstand-Sprecherin Friederike Schmitz aus Berlin räumte nach der gut einstündigen Erörterung ein, sie sehe "eher geringe Chancen" auf Erfolg.

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