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Feuchte Bausubstanz und löchrige Dachrinnen im Gutshaus Demnitz

Sanierungskonzept gesucht

Sanierungsbedürftig: Das Gutshaus von Demnitz, erbaut 1830, muss überholt werden.
Sanierungsbedürftig: Das Gutshaus von Demnitz, erbaut 1830, muss überholt werden. © Foto: MOZ
Bettina Winkler / 28.02.2017, 05:01 Uhr
Demnitz (MOZ) Zu den vergessenen und meist unbekannten Gutsund Herrenhäusern im Land Brandenburg gehört wohl auch das Gutshaus Demnitz. Der dreigeschossige Bau mit Satteldach direkt am Schlossteich bietet derzeit nicht gerade einen herrschaftlichen Anblick.

"Sanierungsarbeiten sind dringend notwendig", teilte Ortsvorsteher Olaf Bartsch mit. Feuchtigkeit ist in die alte Bausubstanz eingedrungen, die Dachrinnen sind löchrig. "Wir würden gern zeitnah ein Architekturbüro für Altbausanierung beauftragen, ein Sanierungskonzept zu erstellen", erläuterte Bartsch. "Die Fachleute sollen Vorschläge unterbreiten, wie perspektivisch die alte Bausubstanz erhalten werden kann." Auch Wirtin Rosemarie Siedler von der Gaststätte "Am Schlossteich" begrüßte das Vorhaben. Sie bemängelte außerdem den Zustand des Flures und des Kellerganges. "Eine Renovierung wäre schön", sagte sie. Das Thema wurde auch bei der letzten Ortsbeiratssitzung diskutiert und als wichtiges Projekt für den Haushaltsplan 2018 vorgeschlagen.

1830 wurde das Gebäude im Auftrag der pommerschen Adelsfamilie von Massow als Inspektoren - und Herrenhaus erbaut. 1832 kam eine Parkanlage nach dem Vorbild des Steinhöfler Schlossparks dazu. Generalleutnant Valentin von Massow und sein Bruder, dem späteren Minister, Ludwig von Massow, zog es immer wieder in die Region.

1958 wurde das ursprünglich Gebäude aufgestockt und als Wirtschaftsgebäude genutzt. Einst konnten die Demnitzer im Dorfkonsum, der im Gutshaus untergebracht war, Waren des täglichen Bedarfs einkaufen. Heute beherbergt das historische Gemäuer die Gaststätte "Am Schlossteich", den großen Gemeindesaal für Veranstaltungen, öffentliche Toiletten und vier Gemeindewohnungen.

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