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Lawitz hofft auf Fördermittel / Gemeindevertretung beschließt Haushalt für das laufende Jahr

Neuzeller Straße wird weiter ausgebaut

Marode: Der zweite Teil der Neuzeller Straße in Lawitz müsste saniert werden. Die Gemeindevertreter haben sich jüngst für die Maßnahme entschieden.
Marode: Der zweite Teil der Neuzeller Straße in Lawitz müsste saniert werden. Die Gemeindevertreter haben sich jüngst für die Maßnahme entschieden. © Foto: MOZ/Gerrit Freitag
Stefan Lötsch / 01.03.2017, 19:20 Uhr
Lawitz (MOZ) Der weitere grundhafte Ausbau der Neuzeller Straße ist das mit Abstand größte Investitionsprojekt, das sich Lawitz in diesem Jahr vorgenommen hat. Voraussetzung dafür ist, dass die Gemeinde Fördermittel erhält. Die Gemeindevertretung hat dem Haushalt mehrheitlich zugestimmt.

Dass das Interesse an der Gemeindevertretersitzung diesmal besonders groß war, Stühle herangeschleppt werden mussten, damit jeder Besucher einen Sitzplatz fand, hatte mit einer geplanten Investition zu tun. So will die Gemeinde den zweiten Abschnitt der Neuzeller Straße grundhaft ausbauen. Bauamtsleiter Thomas Tavernier erläuterte, dass der Gemeinde für die Maßnahme Fördermittel in Aussicht gestellt worden seien. 75 Prozent des Gemeindeanteils könnten gefördert werden. "Ich sehe kaum Möglichkeiten, dass wir noch einmal in der Höhe Förderung bekommen", warb der Bauamtsleiter. Darüber hinaus sei aus seiner Sicht unstrittig, dass ein Ausbau des Streckenabschnittes angesichts des Zustandes erforderlich sei.

Auf die eigentlich brennende Frage der Zuhörer der Gemeindevertretersitzung, wie viel Kosten auf die Anlieger zukommen, wollte Thomas Tavernier noch nichts sagen. Die momentane Schätzung geht von 100000 Euro Gesamt-Baukosten aus, die auf Anwohner und die Gemeinde umgelegt werden. Die Baukosten können aber auch höher oder niedriger liegen, so Tavernier, deshalb sei eine Aussage kaum möglich. "Es gibt viele Unwägbarkeiten." Sobald die Zahlen vorliegen, soll es aber eine Anwohnerversammlung geben.

Eine grobe Orientierung gab Kämmerin Andrea Fronzeck. Für dieses und das kommende Jahr hat sie jeweils Einnahmen aus Anliegerbeiträgen in Höhe von 10000 Euro eingeplant. Die Kämmerin betonte: In der Vergangenheit hätten bei Anliegerbeiträgen nur sehr, sehr wenige Anlieger von der Möglichkeit der Stundung Gebrauch gemacht. "Wir finden immer eine Lösung", versicherte sie. Vorbehaltlich der Zusage von Fördermittel stimmten die Gemeindevertreter mehrheitlich für die Maßnahme. Ziel, so Thomas Tavernier, sei es, dass der Bau noch in diesem Jahr über die Bühne geht.

Der Straßenbau ist die größte Investitionsmaßnahme im Haushalt der Gemeinde, der ebenfalls bei einer Gegenstimme beschlossen wurde. Eine weiteres größeres Projekt ist die Erneuerung der Straßenbeleuchtung in der Waldstraße, Hauptstraße, Neuzeller Straße sowie im Kummroer Weg. Das wird über drei Jahre gestreckt. In diesem Jahr sind 20000 Euro veranschlagt. Außerdem müssen noch 65000 Euro laut Schlussrechnung für den 1. Bauabschnitt der Neuzeller Straße gezahlt werden. Insgesamt will die Gemeinde 193000 Euro für Investitionen ausgeben.

Der Haushalt hat ein Volumen von 723600 Euro. Andrea Fronzeck machte darauf aufmerksam, dass der Ausgleich nur durch einen Griff in die Rücklagen, also den Sparstrumpf der Gemeinde in Höhe von 26600 Euro gelingen konnte. Auch in den Folgejahren werden die Ausgaben höher als die Einnahmen liegen. Allerdings sind die Rücklagen der Gemeinde mit rund 184000 Euro noch gut gefüllt. Größter Ausgabenposten ist die Kreis- und Amtsumlage mit 555300 Euro.

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