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Kapper Kulturkirche bekommt neues Dach

Konzerte machen es möglich: Ihren Eigenanteil finanziert die Kirchengemeinde aus den Veranstaltungen
Konzerte machen es möglich: Ihren Eigenanteil finanziert die Kirchengemeinde aus den Veranstaltungen © Foto: GZ
Martin Risken / 04.03.2017, 06:21 Uhr - Aktualisiert 07.03.2017, 18:36
Kappe (GZ) Zwei Jahre nach dem Aus des Fördervereins Kapper Cappe gehen die Arbeiten zur Restaurierung der Kapper Kulturkirche weiter. Die Lücke, die durch die Auflösung des Fördervereins kurzzeitig entstanden war, konnte durch einen engagierten Gemeindekirchenrat kompensiert werden. Dieser hatte seit 2015 selbst Konzerte in der Kirche organisiert, um das vom Förderverein begonnene Vorhaben fortsetzen zu können.

Nachdem 2015 der Turm in Ordnung gebracht worden war, wird nun das Kirchendach restauriert, wie Pfarrer Dieter Rohde sagte. Möglich wird dies unter anderem durch eine 75-prozentige Förderung aus dem Leader-Programm, die für den zweiten Bauabschnitt bewilligt wurden. Die restlichen 25 Prozent bringen Landeskirche, Kirchenkreis und die kleine, nur rund 30 Glieder zählende Kirchengemeinde Kappe auf. Die wiederum greift auf die Erlöse der Konzertreihen der vergangenen zwei Jahren zurück.

Insgesamt 200 000 Euro werden nach Angaben des Pfarrers investiert. Ein Teil des Geldes wird für die Dekontamination der mit einem gesundheitsgefährdenden Holzschutzmittel imprägnierten Dachbalken aufgewendet. Wie viele der maroden Dachbalken erneuert werden müssen, werde man erst sehen, wenn das Dach abgedeckt ist. Die eine oder andere Überraschung könne es geben. Vorbereitet und begleitet werden die Arbeiten von der Architektin Bettina Krassuski aus Angermünde, die auch schon den ersten Bauabschnitt verantwortet hatte. Wenn die Dekontaminierungsarbeiten ausgeführt und die schadhaften Balken erneuert worden sind, soll das Dach des Kirchenschiffs komplett neu eingedeckt werden. Alle Aufträge seien mittlerweile vergeben. Im Ergebnis der Ausschreibung erhielten die Firmen den Zuschlag, die auch schon den Kirchturm saniert hatten. Pfarrer Rohde rechnet damit, dass die Bauarbeiten im Herbst abgeschlossen sein werden. Solange können in der Kirche keine Gottesdienste stattfinden. Weitere Bauarbeiten seien in der Folge nicht mehr nötig. "Wir haben die Kirche dann gut im Griff", so Rohde. Später müsse noch die Orgel instand gesetzt werden. Deshalb werde es auch künftig in der Saison Konzerte in der Kirche geben.

Bevor die Bauarbeiten in den nächsten Tagen weitergehen, findet am Sonntag um 10 Uhr ein Festgottesdienst anlässlich der Feierlichkeiten zur urkundlichen Ersterwähnung Kappes vor 250 Jahren statt. Zu Gast ist die sechsköpfige Bläsergruppe der Kantorei Templin. Pfarrer Dieter Rohde predigt zu "Der Turmbau zu Babel". Ab 14 Uhr laden dann die verschiedenen Einrichtungen des Ortes zu einem Tag der offenen Tür ein. Unter anderem werden Führungen durch das Gotteshaus und das Heimatmuseum Kappe angeboten.

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