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Gemeindehaus Lawitz ist noch Konsum

Brachte Stein ins Rollen: Die hintere Treppenanlage soll verändert werden.
Brachte Stein ins Rollen: Die hintere Treppenanlage soll verändert werden. © Foto: MOZ/Gerrit Freitag
Stefan Lötsch / 05.03.2017, 07:05 Uhr
Lawitz (MOZ) Eigentlich klang das nach einer Maßnahme, die nicht sonderlich viele Probleme mit sich bringen dürfte. Am Gemeindehaus in Lawitz soll die hintere Treppenanlage saniert werden. Die bisherige Anlage entspreche nicht den Erfordernissen, sagte jüngst Bauamtsleiter Thomas Tavernier in der Gemeindevertretersitzung in Lawitz. 10000 Euro waren dafür schon im Haushalt reserviert worden. Doch so preiswert dürfte es nicht bleiben.

Denn für das Projekt musste ein Bauantrag gestellt werden. Und bei der Gelegenheit stellte die Bauaufsichtsbehörde fest: Für den ehemaligen Konsum wurde nach der Wende nie ein Umnutzungsantrag gestellt. Das sei wohl in den damaligen Wirren, Anfang der 1990er-Jahre, untergegangen. Was eher nach einer Formalie aussieht, einfach die Umnutzung nachzuholen, zieht allerdings einige Erfordernisse nach sich, die den Gemeindehaushalt belasten könnten. Denn das Gemeindehaus muss, als öffentliches Gebäude, zumindest bei öffentlichen Veranstaltungen wie den Gemeindevertretersitzungen barrierefrei zu erreichen sein. "Es muss gewährleistet sein, dass jeder Behinderter in die Räume kommt", so Tavernier. Statt einer Treppe müsste eine behindertengerechte Rampe gebaut werden, auf der Rollstühle fahren könnte. Der Bauamtsleiter sprach von Kosten in Höhe von 23000 Euro. Thomas Tavernier erklärte, dass man in einem Schreiben an das Bauordnungsamt eine Befreiung beantragt habe. Man wolle auch das Angebot machen, ob nicht eine personelle Hilfestellung reiche, dass Rollstuhlfahrer die Treppen hochgetragen werden. Denn die Barrierefreiheit benötige man nur für die vier Gemeindevertreter-Sitzungen im Jahr. Wobei eingewendet wurde, dass der Konsum auch als Wahllokal dient. "Die Umnutzung muss sein, sonst wird das gesperrt", bekräftigte der Bauamtsleiter.

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