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Feuer und Flamme für Projektzirkus

Und hoch die Fackeln: Auch bei den Feuerschlangen-Akrobaten klappte die einstudierte Nummer schon ziemlich gut.
Und hoch die Fackeln: Auch bei den Feuerschlangen-Akrobaten klappte die einstudierte Nummer schon ziemlich gut. © Foto: MZV
Robby Kupfer / 09.03.2017, 06:30 Uhr
Beetz (OGA) Seit Montag herrscht an der Beetzer Dorfstraße reger Fußgängerverkehr. Kleine und große Gruppen von Kindern, mal mit, mal ohne Kostüm, aber immer aufgeregt diskutierend, wechseln mehrmals täglich zwischen der Schule und einem hundert Meter weiter aufgebauten, großen roten Zelt hin und her.

Spätestens dort wird der Grund für die kleine Völkerwanderung klar: Der Zirkus ist im Dorf. Und zwar nicht irgendeiner, sondern der 1. Ostdeutsche Projektcirkus Andre Sperlich. Dessen Besonderheit ist es, nicht einfach mit Akrobaten, Feuerschluckern und einstudierten Tiernummern unterwegs zu sein, sondern gemeinsam mit den Schulen und Kitas der besuchten Orte innerhalb einer knappen Woche ein aufführungsreifes Programm einzustudieren. Zehn Zirkusprofis sind dabei die erfahrenen Trainer, neben den Kindern werden auch die Erzieher und Lehrer in die Erarbeitung der Nummern einbezogen.

Nachdem bereits am vergangenen Wochenende das Zelt in Beetz aufgeschlagen wurde - unter tatkräftiger Mitwirkung nicht nur der Feuerwehren von Sommerfeld und Wall, sondern auch vieler Eltern - laufen seit Montag die Proben in der Grundschule und in der Manege. Gut 170 Kinder aus der Beetzer Grundschule und der Kita in Sommerfeld sind dabei. Sie durften schon im Vorfeld unter zehn verschiedenen Zirkus-Nummern wählen und sich entscheiden, ob sie beispielsweise Seiltänzer oder Clown, Zauberer oder Fakir, Trapezkünstler oder Tauben-Dompteur werden wollen.

Die beiden Sechstklässler Rieke und Nele, beide aus Hohenbruch, haben sich für die anspruchsvolle Nummer als Taubenmädchen gemeldet. Am Mittwochvormittag, nach nur zwei Trainingseinheiten, klappte die schon erstaunlich gut. So muss beispielsweise jedes der insgesamt 13 Tauben-Kinder eine Runde am Karussell in der Manege drehen, ohne dass die darauf platzierten weißen Vögel davonfliegen. "Ich fand es auch wunderbar, die Tauben auf die Hand zu nehmen", erzählt Nele. Und Riecke, die noch nie zuvor in einem Zirkus war, möchte den Unterricht im Zelt am liebsten noch um eine Woche ausdehnen.

Lob kommt auch von Zirkusdirektor Marko Sperlich: "Die Beetzer Kinder sind sehr konzentriert, sehr diszipliniert bei der Sache. Das ist nicht überall so." Sperlich muss es wissen, absolviert doch sein erfolgreicher Projektcirkus mit mittlerweile drei Zelten und drei Teams mehr als 100 Zirkus-Schulwochen pro Saison in ganz Deutschland.

Auch Schulleiterin Ute Weber ist mit dem bisherigen Ablauf der Projektwoche sehr zufrieden. "Es geht ja nicht nur um das Einstudieren der Zirkusnummern, sondern gerade auch um das soziale Miteinander von Kindern ganz unterschiedlichen Alters", so Weber. Sie freut sich bereits außerordentlich auf die öffentlichen Auftritte, zu denen das rot-weiße Zelt an der Beetzer Dorfstraße "hoffentlich so richtig voll wird".

Bereits heute Abend steht die erste öffentliche Aufführung an. Sie beginnt um 17 Uhr und dauert gut zweieinhalb Stunden. Weitere Vorstellungen folgen am Freitag und am Sonnabend, jeweils 17 Uhr.

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