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Windbauer warten auf Windstille

Oliver Schwers / 18.03.2017, 07:00 Uhr
Briest (MOZ) Der sonst so sehnlich gewünschte Wind wird den Windradbauern zum Verhängnis: Wegen fortwährender Lüftchen zieht sich die Reparatur des havarierten Stromspargels bei Briest weiter hin. Die neuen Rotorblätter warten geduldig am Boden.

Eigentlich sollte sich das kaputte Windrad auf dem Briester Feld schon Ende Februar wieder drehen. Doch noch immer fehlt eines der drei Rotorblätter. Es war in der Nacht zum 3. Januar einfach abgeknickt und hing herunter. Daraufhin ließen Feuerwehr und Straßenmeisterei die gleich daneben verlaufende Bundesstraße 166 sperren, bis die Trümmer beseitigt waren.

Die Betreiberfirma Energiekontor Bremen geht von einem Sensordefekt aus. Dies sei das Ergebnis einer gutachterlichen Untersuchung. Wodurch das ausgelöst wurde, bleibt weite0r unklar.

Jetzt warten große Tieflader mit drei neuen Rotorblättern geduldig am Feldrand. Ebenso die eigens aufgestellten Kräne. Wie Monteure vor Ort berichten, sollte sich der Wind schon am Donnerstag legen. Allerdings war es den Firmen dann doch noch zu risikoreich.

Während auf der einen Seite die Reparatur des Havarie-Spargels läuft, baut Energiekontor am anderen Ende des Windfelds eine neue Anlage. Es soll sich um eine 3,2 Megawatt starke handeln mit einem Rotordurchmesser von 130 Metern und einer Nabenhöhe von 134 Metern. Sie befindet sich derzeit im Bau und soll voraussichtlich noch in der ersten Jahreshälfte fertiggestellt werden. Das Fundament ist ebenfalls längst im Boden und nahezu fertig.

Entsprechend des neuen Windplans Uckermark-Barnim wurde das Eignungsgebiet Briest nur geringfügig erweitert. An anderer Stelle wachsen die ausgewiesenen Flächen. Wer mit offenen Augen durch den Landkreis fährt, kann überall Baustellen entdecken.

Nach Angaben der Regionalen Planungsstelle Uckermark-Barnim liegen etliche Genehmigungsverfahren bereits vor, an anderer Stelle werde noch nichts unternommen. Eine statistische Auswertung darüber, wie viele neue Windräder in den nächsten Jahren aufgrund des Regionalplans entstehen, liegt demnach bisher noch nicht vor.

In der Vergangenheit hat es mehrfach Havarien an Windkraftanlagen gegeben. In der Uckermark handelte es sich dabei meist um Brände. Das befürchtete Abknicken eines Rotorblatts wie in Briest war für Energiekontor nach Aussagen des Firmensprechers neu.

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