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Ein Händchen für den Wechsel

Im Duell: Der Rheinsberger Sandro Lockenvitz (links) und der Langener Konstantin Hug.
Im Duell: Der Rheinsberger Sandro Lockenvitz (links) und der Langener Konstantin Hug. © Foto: MZV
Matthias Haack / 20.03.2017, 22:14 Uhr
Prignitz/Ruppin (RA) Wenn einer trotz des Regens am Sonntag strahlte, dann Manfred Andriof. Der neue Coach des Kreisoberligisten Blau-Weiß Walsleben bleibt mit seiner Elf unbezwungen. Dem 5:1 aus der Vorwoche gegen Gumtow folgte ein 3:2 gegen Zernitz.

Damit überholte Walsleben den Tabellennachbarn und ist jetzt Achter. Dass das Zittern bis in die Schlussphase andauerte, lag am Auslassen von sehr guten Tormöglichkeiten. Eine der besten hatte Pierre John, doch die Latte verhinderte den Einschlag. Dass Walsleben bangen musste, basierte auf einer gnadenlosen Effizienz des Gegners. Andriof: "Aus zwei Chancen machte Zernitz zwei Tore. Gut, dass wir nach dem 1:2 nicht die Köpfe hängen ließen." Und gut, dass er ein Händchen für den richtigen Wechsel hat. Nach 68 Minuten kam Norman Püschel für Christian Schindler. Püschel benötigte eine Ballberührung und schon war das 2:2 markiert. Mit einem ein fabelhafter Freistoß brachte Christoph Hohenwald seine Blau-Weißen nach 86 Minuten zum zweiten Mal in Führung. Manfred Andriof nach den ersten 180 Minuten für Blau-Weiß: "Wir lassen zwar wenig zu für den Gegner, nur müssen wir im Rückwärtsgang noch auf die Ordnung achten."

Am kommenden Sonntag geht es zur hungrigen SG Stahl Wittstock. Hungrig deshalb, weil Stahl am Sonntag zu den Leidtragenden zählte. Die Begegnung beim SV Garz/Hoppenrade wurde nach einer halben Stunde Spielzeit abgebrochen. Der Regen weichte das Geläuf so sehr auf, dass die Verletzungsgefahr für die Kicker zu groß wurde. Es stand 1:1. Torjäger Oliver Gießel hatte zwar zum 23. Mal eingenetzt, doch er fing sich eine Gelb-Rote Karte ein. Damit ist die Torkanone am kommenden Sonntag gesperrt - Blau-Weiß Walsleben dürfte aufhorchen.

Manchmal läuft es besser als gedacht: Trainer Frank Wagner schaut mit dem Langener SV genüsslich auf den Start zur Rückrunde. Sechs Punkte aus zwei Partien, 12:2 Tore und den Kreisliga-Primus vom Thron gestoßen. Es läuft für Wagners Elf, obwohl "ich vor dem Dreetzer Spiel erhebliche Bauchschmerzen hatte", gesteht er. Schon mit einem Dreier hätte er sich sehr zufrieden gezeigt, aber seine Mannschaft zauberte mit dem 8:2 ein Fabelergebnis aus dem Hut. "Das zeigt Klasse und Moral", sieht er ein Pfund zum Wuchern des neuen Führenden.

Mit einem blauen Auge kam der SV Protzen von seinem Geläuf. Zwar ging der Staffelzweite der 1. Kreisklasse gegen Verfolger Prignitz Maulbeerwalde nach 23 Minuten in Führung, doch bis zur 90. Minute stand es 1:2. Mann der Partie war Ekwoge Franklin Diko. In der Woche zuvor noch ausgewechselt, hatte der dribbelstarke Linksaußen schon maßgeblichen Anteil am Führungstreffer. Er bediente Dirk Paschke-Wohlers, der auf Xaver Rehfeldt weiterleitete. Trainer Toni Zubke: "Ein wirklich schönes Tor."

Mehr Grund zur Freude bot seine Mannschaft aber nicht. Was folgte, war ein Krampf. "Sicher, Maulbeerwalde überraschte mächtig. Dieses Team ist mit dem aus der Hinrunde nicht zu vergleichen", so der Protzener Trainer lobend. Mit 4:0 hatte sich Protzen im Herbst durchgesetzt. Nun aber "sind wir froh, einen Punkt gerettet zu haben".

Der komplette Artikel steht am Dienstag im Ruppiner Anzeiger.

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