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Zwei 100 Kilo-Bomben entschärft

Nach der Entschärfung: Matthias Metke (r.), Truppführer des Kampfmittelbeseitigungsdienstes und der Hilfstruppführer Lutz Zimmer beim Begutachten der zwei russischen 100-Kilo-Bomben
Nach der Entschärfung: Matthias Metke (r.), Truppführer des Kampfmittelbeseitigungsdienstes und der Hilfstruppführer Lutz Zimmer beim Begutachten der zwei russischen 100-Kilo-Bomben © Foto: Johann Müller
Josefine Jahn / 24.03.2017, 18:43 Uhr
Dolgelin (MOZ) Nur eine knappe Stunde hatte es gedauert, bis der Verkehr wieder floss. Am Freitagvormittag wurden neben der B167 zwischen Libbenichen und Dolgelin bei Baumaßnahmen für eine Erdkabel-Trasse zwei Bomben entdeckt. Der Fundort wurde daraufhin weiträumig abgesperrt, der Verkehr umgeleitet. "Wir hatten dabei ganz tolle Unterstützung von der Polizei, dem Rettungswesen und der örtlichen Feuerwehr", betont Marlies Zachert, Vertreterin der amtlichen Ordnungsbehörde des Amtes Seelow, kurz nach Aufhebung der Sperrung. "Wir dachten, dass wir zwei Stunden brauchen würden - um 9 Uhr wurde abgesperrt und um 10.05 Uhr konnten wir die Sperrung wieder aufheben. Wir sind froh, dass der Verkehr wieder rollt", fügte sie hinzu.

Bei den Funden handelt es sich um zwei 100 Kilo schwere, russische Sprengbomben, wie Matthias Metke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Polizei mitteilte. Obwohl eine Entschärfung immer eine Herausforderung darstelle, sei seine Arbeit am Freitag "nichts Ungewöhnliches" gewesen, sagte Metke. Die Zünder der entschärften Bomben wurden anschließend vor Ort gesprengt.

Etwas ungewöhnlicher, wenn auch für die Gegend nicht sonderlich überraschend, ist der Leichenfund eines Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg, der sich unweit der beiden Bomben befand. Joachim Kozlowski, Umbetter beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, legte die Überreste frei. "Es handelt sich um einen gefallenen deutschen Soldaten mit Kennungsmarke", ließ Kozlowski wissen. Auch ein Ehering, Zahnbürste und Spiegel wurden bei der Leiche gefunden. Die gehen an die Deutsche Diensstelle (WASt) nach Berlin. Die Leiche werde im Laufe des Jahres auf der Kriegsgräberstätte in Lietzen beigesetzt.

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