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Kücheninsel in Kinderhöhe

Besichtigung der neuen Küche: Abgeordnete aus Rietz-Neuendorf und Gäste haben am Montag während der Gemeindevertretersitzung den Kita-Anbau in Augenschein genommen. Corinna Frömmer (3. v. l.) kommentierte den Rundgang.
Besichtigung der neuen Küche: Abgeordnete aus Rietz-Neuendorf und Gäste haben am Montag während der Gemeindevertretersitzung den Kita-Anbau in Augenschein genommen. Corinna Frömmer (3. v. l.) kommentierte den Rundgang. © Foto: MOZ/Tatjana Littig
Tatjana Littig / 29.03.2017, 07:58 Uhr
Görzig (MOZ) Die Gemeindevertreter von Rietz-Neuendorf haben sich am Montag in der Schule des Friedens in Görzig zu ihrer ersten Sitzung des Jahres getroffen. Der Ort war nicht zufällig gewählt: Ein Rundgang durch den neuen Kita-Anbau stand auf der Tagesordnung.

"Die Gemeindevertreter sollen nicht nur Entscheidungen treffen, sondern auch sehen, was sie bewirken", erklärte Bürgermeister Olaf Klempert den Versammlungsort in Görzig am Montagabend. Nach seinen Informationen und der Einwohnerfragestunde machten sich die Abgeordneten mit den zahlreichen Besuchern der Gemeindevertretersitzung auf den Weg in den neuen Kita-Anbau. Vor Ort übernahm dann Corinna Frömmer das Wort, die stellvertretende Leiterin der Kita "Regenbogen".

In den neuen, leeren Räumen hallte es noch gewaltig, doch sie sind groß und hell. In der Küche konnten die Gäste bereits die Küchenmöbel in Augenschein nehmen. Das Herzstück im Raum: eine Kücheninsel auf Kinderhöhe. Corinna Frömmer erläuterte von einem zum nächsten Raum schreitend ihre spätere Nutzung.

Derzeit können in der Einrichtung 41 Kinder betreut werden. Am Freitag ist ein Vor-Ort-Termin mit dem Landesjugendamt vorgesehen. Dabei geht es um die Betriebserlaubnis für den Anbau. "Dann wissen wir auch, wie viele Kinder dort künftig betreut werden können", erklärte die Erzieherin. Sie hoffe auf bis zu 50 Kinder. "Der Bedarf ist in den nächsten zwei Jahren sehr hoch", führte sie aus.

512 000 Euro hat der Kita-Anbau gekostet. Davon wurden 316 400 Euro durch das Land gefördert, der Eigenanteil für die Gemeinde beträgt 196 100 Euro. Was jetzt noch fehlt ist die Ausstattung der Räume. Einiges, wie große Elektrogeräte für die Küche und auch die Büroausstattung für die sieben Erzieher, wird aus den alten Räumen mitgenommen. Wieder anderes wird neu angeschafft werden müssen. Insgesamt 30 000 Euro würden dafür benötigt, 23 100 Euro seien bereits ausgelöst worden, informierte Klempert.

Doch das sind nicht die einzigen Kosten, die auf die Gemeinde zukommen werden. Die alten Kita-Räume sollen für die integrierte Ganztagsbetreuung (IGB) hergerichtet werden. 80 Kinder von Klasse eins bis vier werden derzeit nach dem Schulunterricht in der IGB betreut. Noch geschieht dies - umgangssprachlich - zwischen Tür und Angel. Damit die alten Räume jedoch für die Nachmittagsbetreuung genutzt werden können, sind Baumaßnahmen im Rahmen des Brandschutzes notwendig. Ebenso sollen die jetzigen Toiletten umgebaut werden. Kostenpunkt insgesamt: 35 000 Euro. Für die Innenausstattung werden noch einmal 35 000 Euro gewünscht.Ein "Wunschkonzert", wie der Bürgermeister anmerkte.

Der Nutzeffekt für die Schule? Gering, weil nach derzeitiger Planung keine zusätzlichen eigenständigen Räume für den Unterricht der 126 Schüler entstehen, sondern nur einer für die gemeinsame Nutzung mit der IGB. "Wir sind noch lange nicht fertig", bekräftigte Klempert.

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