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Naturwächter erklärt Wanderung der Amphibien

Wie die Kröten aus den Verstecken kriechen - diesen Spaß machten sich Jody, Antonia (rechts) und ihre Kita-Freunde.
Wie die Kröten aus den Verstecken kriechen - diesen Spaß machten sich Jody, Antonia (rechts) und ihre Kita-Freunde. © Foto: Mandy Oys/GZ
Mandy Oys / 29.03.2017, 08:38 Uhr
Altglobsow/Fürstenberg (GZ) Fünf und sechs Jahre alt sind die Retter heute. Sie greifen beherzt in die Eimer entlang des Amphibienzaunes bei Altglobsow, sammeln die Kröten und Molche ein, deren Wanderung zum Kochsee hier heute Morgen erst einmal zu Ende war. Vor wenigen Wochen hat Naturwächter Thomas Hahn den Zaun aufgestellt. Jetzt führt er Kita-Kinder entlang des Provisoriums, um ihnen den Sinn zu erklären.

Die feste Amphibienschutzeinrichtung, die wenige hundert Meter entfernt seit Jahren dafür sorgt, dass die wandernden Tiere nicht überfahren werden, habe nicht mehr ausgereicht, sagt Hahn. Womöglich haben sich die Routen der Tiere verändert. Ob es daran liegt, dass die Population gewachsen ist, die Tiere größere Areale benötigen und deshalb immer näher am Dorf Altglobsow zu finden sind, wird sich zeigen. Erste Anhaltspunkte liefern die Kinder der Kita Spatzennest aus Fürstenberg, sie sammeln Kröten und Molche aus den eingelassenen Behältern, zählen sie, bestimmen Art und Geschlecht.

Thomas Hahn war aufgefallen, dass besonders viele Kröten außerhalb des festen Schutzwalls krochen und überfahren worden waren. "Auf der Straße läuft es sich auch für eine Kröte besser", sagt Hahn. Sie nehmen allerdings den direkten Weg zu ihrem Laichgewässer. Sie kriechen nicht mühsam durch den Wald, um die Straße zu erreichen.

Die Kinder aus dem Fürstenberger Spatzennest laufen immer entlang des provisorischen Zaunes - dem nächsten Eimer entgegen. Am Ende ihrer anderthalbstündigen Exkursion werden die Amphibien das Ziel erreicht haben - den Kochsee. Nicht aus eigener Kraft, sondern in Eimern über die Straße getragen von Aaron, Amelie, Soey, Romy, Jody, Antonia und in Begleitung von Erzieherin Marina Praschak.

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