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Für Daniel Dubek beginnt zweijährige Entsendungszeit im Pfarrsprengel Letschin-Gorgast

Als Pfarrer zurück ins Oderbruch

Angekommen in Gorgast: Daniel Dubek richtet sich mit seiner Familie im Pfarrhaus ein
Angekommen in Gorgast: Daniel Dubek richtet sich mit seiner Familie im Pfarrhaus ein © Foto: Ulf Grieger
Ulf Grieger / 30.03.2017, 07:30 Uhr
Gorgast (MOZ) Im Pfarrsprengel Letschin-Gorgast wird ab 2. April Daniel Dubek die vakante Stelle für den Bereich Gorgast besetzen sowie am Johanniter-Gymnasium Wriezen unterrichten.

Seit dem Wechsel von Anja Grätz nach Neustadt war dieser Bereich durch Letschins Pfarrer Frank Schneider betreut worden. Das Pfarrhaus stand seither zumeist leer. Nun ist die Dienstwohnung aber renoviert worden. Denn seit Donnerstag ist dort junges Leben eingezogen: Daniel Dubek richtet sich mit seiner Frau und den drei Kindern (im Kita-Alter) dort ein. Sie sind noch eifrig dabei, wie die Umzugskisten unzweifelhaft belegen. Für den neuen Pfarrer beginnt am Sonntag eine zweijährige Entsendungszeit, an deren Ende möglicherweise die offizielle Einführung in die Pfarrstelle steht. Seine Frau steckt noch im Medizinstudium, das sie in Leipzig absolviert. Für alle fünf wird es eine große Umstellung werden.

Für Daniel Dubek zumindest ist es auch eine Heimkehr ins Oderbruch. Denn er ist in Kienitz aufgewachsen, ist in Letschin und Seelow zur Schule gegangen und wurde von Letschins Pfarrer Frank Schneider konfirmiert. Er hat in Göttingen und Leipzig Theologie studiert. Das Vikariat absolvierte er in Sachsen. Von dort, aus einem vogtländischen Städtchen, stammt auch seine Frau.

"Als ich mit dem Studium begann, war ich erst einmal froh, aus dem Oderbruch weg in die großen Städte zu kommen", räumt Dubek ein. "Ich wollte die weite Welt sehen." Aber bei den Besuchen hier habe er immer gespürt, wie sehr ihm die Heimat am Herzen liegt. Die Verbindung nach Kienitz und ins Oderbruch sei nie ganz abgerissen. Dass er künftig gemeinsam mit Frank Schneider den Pfarrsprengel verwaltet, freue ihn natürlich sehr. Schließlich sei der nicht ganz unschuldig daran, dass er sich für ein Theologie-Studium entschieden hatte.

Und auch der Umstand, dass die Kinder hier in der ländlichen Region aufwachsen können, war ein weiteres Argument für die Entscheidung gewesen, ins Oderbruch zu ziehen.

Natürlich werde es eine Herausforderung, den großen Bereich Gorgast zu betreuen und zugleich am Johanniter-Gymnasium den Religionsunterricht zu geben. Für beide Aufgaben habe er je eine halbe Stelle. Wo und wie sich dabei auch Verbindungsmöglichkeiten ergeben, will er ausprobieren. "Ich habe bereits erfahren, dass ein ganzer Teil der Johanniter-Gymnasiasten hier aus dem Bereich kommt, so dass man sich irgendwie immer wiedersieht."

Vor allem auf die Begegnungen mit den Menschen hier freue er sich. Sowohl auf die Menschen mit der reichen Lebenserfahrung als auch mit jenen, die sich mit völlig neuen Konzepten und Ideen ganz bewusst für das Leben im Oderbruch entschieden haben und die für neue Impulse in den Dörfern sorgen.

Bereits jetzt sei er sehr herzlich begrüßt und empfangen worden, freut er sich. Allein der Umstand, dass auch aus dem Oderbruch einige Gäste wie Golzows Bürgermeister Frank Schütz mit zu seiner Ordination in die altehrwürdige Berliner Marien-Kirche gekommen waren, habe ihn sehr berührt.

Seine ersten Gottesdienste in der Region hält der neue Pfarrer am Sonntag um 9 Uhr in Golzow und um 10.30 Uhr in Gorgast. Der feierliche Begrüßungsgottesdienst findet am 9. April um 14 Uhr in Manschnow statt.

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